Studiengang

Bachelor Elektrotechnik

Anbieter:
HSR Hochschule für Technik Rapperswil
Ort, Bundesland, Land:
Rapperswil, Ost, Schweiz
Typ:
Vollzeit und Berufsbegleitend
Abschluss:
B.Sc. (Bachelor of Science)
Dauer:
6 Semester
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Das Studium

Das Gebiet der Elektrotechnik ist ein breites und attraktives Betätigungsfeld für eine Ingenieurin oder einen Ingenieur. Vielfältige Arbeitsgebiete und Arbeitsfelder, die sich überschneiden und ergänzen, zeichnen die Elektrotechnik aus. Beispiele dafür sind:

- Entwicklung von elektronischen Schaltungen, Geräten und Systemen
- Verarbeitung und Übertragung von Information
- Automatisierung und Robotik
- Übertragung und Umformung elektrischer Energie

Die Verflechtung verschiedenster Fachbereiche ist charakteristisch für Projekte in der Elektrotechnik - sei es ein Energieverteilnetz, eine Satellitenstation oder ein MP3-Player. Die Ausbildung zum Elektro-ingenieur an der HSR schafft die Grundlagen für ein erfolgreiches Berufsleben und bildet die Basis für Spezialisierungen.



Berufsbild und Karrierechancen

Das Gebiet der Elektrotechnik ist ein breites und attraktives Betätigungsfeld für eine Ingenieurin/einen Ingenieur. Im vielseitigen Tätigkeitsfeld nennen wir drei Bereiche, die sich mehr und mehr überlappen sind:

- Erzeugung, Übertragung und Umformung elektrischer Energie
- Verarbeitung und Übertragung von Information
- Automatisierungstechnik

Die Verzahnung verschiedener Fachbereiche und der interdisziplinäre Charakter des Gebietes sind an verschiedensten technischen Projekten augenfällig, sei es an einem modernen Flugzeug, einem Energieverteilnetz, einem Informationsnetz, einer Satellitenbodenstation oder an einem einfachen Geldwechselautomaten.

Bei der Entwicklung müssen die Elektro-Fachrichtungen oft mit Bereichen aus dem Maschinenbau zusammenspielen. In vielen Produkten steckt zudem ein immer grösser werdender Anteil von Software-Entwicklungsarbeit. Wie andere Bereiche ist auch die Elektrotechnik einer raschen technischen Entwicklung unterworfen. Zudem entwickeln sich realisierbare Systeme in ihrer Funktionalität zunehmend umfangreicher und komplexer.

Studienplan und Studienschwerpunkte

Die Stundenpläne im ersten und zweiten Studienjahr sind vorgegeben. Dank diesem Konzept erwerben alle Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs ein solides Fundament an fachlichem Können und Wissen, das im dritten Jahr eine Spezialisierung in beliebigen Gebieten der Elektrotechnik erlaubt. Im dritten Studienjahr bilden die Studierenden ihren individuellen Studienschwerpunkt in mindestens drei Themenbereichen:

Analog/Digital Microelectronics: Das Gebiet der digitalen und analogen integrierten Schaltungen gewinnt kontinuierlich an Wichtigkeit. Immer mehr Firmen setzen in ihren Produkten FPGA's und teilweise auch ASIC's ein. Moderne elektronische Systeme sind heute ohne Mikroelektronik undenkbar.
Das Modul Digital Microelectronics vermittelt eine Einführung in das IP basierte Design von digitalen Schaltungen. Mit aktuellen Design Tools werden anhand von vielen Beispielen digitale Systeme auf FPGA realisiert. Die Studierenden haben die Möglichkeit, eigene Designideen zu entwickeln.
Im Modul Analog Microelectronics lernen die Studierenden im Unterricht, wie integrierte Schaltungen funktionieren, wie sie entworfen, modelliert, simuliert und produziert werden. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis der analogen Grundbaublöcke vom Transistor bis zum Operationsverstärker. Im Rahmen von Studien- und Bachelorarbeiten haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre eigenen IC's zu entwickeln und als Testchips für applikationsspezifische Schaltungen (ASIC) realisieren zu lassen.

Digital Signal Processing: Moderne elektronische Geräte enthalten eine Vielzahl von Sensoren, die es ermöglichen, die Umwelt wahrzunehmen. Die Signale der Sensoren werden meist digital verarbeitet, zum Beispiel mit einem Mikrocontroller. Diese Verarbeitung basiert auf der fundamentalen Theorie der digitalen Signalverarbeitung, die es erlaubt, mit eleganten mathematischen Algorithmen anspruchsvolle Aufgaben zu lösen, wie zum Beispiel die Spracherkennung in einem Smartphone oder die Dekodierung von Satellitensignalen.

Digital Image Processing: Die Verbreitung von Digitalkameras hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Eine Fülle von Bild- und Videosignalen muss verarbeitet werden, um die darin enthaltene Information zugänglich zu machen. Das Gebiet der Digitalen Bildverarbeitung beschäftigt sich mit der fundamentalen Theorie zur digitalen Verarbeitung der multidimensionalen Daten. Diese Theorie macht es zum Beispiel möglich, ein Gesicht automatisch von einer Kamera erkennen oder eine optische Qualitätsinspektion direkt von einem Computer ausführen zu lassen.

Embedded Software Engineering: Embedded Systems arbeiten oft mit wenig Speicherkapazität und müssen den Energieverbrauch klein halten. Dennoch müssen sie häufig Echtzeitanforderungen erfüllen und hohe Zuverlässigkeit bieten. Diese Eigenheiten verlangen spezifische Vorgehensweisen und Konzepte beim Entwurf und bei der Realisierung. Die Studierenden erlernen anhand praktischer Beispiele moderne Modellierungstechniken und die effiziente und echtzeittaugliche Programmierung von Embedded Systems vornehmlich in C und C++.

Embedded Systems: Die Mehrzahl der technischen Geräte, die wir in unserem Umfeld täglich nutzen wie auch die komplexen Maschinen, die in der Industrie für alle denkbaren Anwendungen eingesetzt werden, enthalten massgeschneiderte Computersysteme. Für den Benutzer sind solche "eingebetteten Systeme" dabei oft kaum erkennbar. Sie alle basieren auf Mikroprozessoren und Mikrocontrollern, eine sich rasch entwickelnde eigene Welt der Technik, deren Raffinessen und Spezialitäten die Studierenden kennen lernen.

Regelungstechnik: Autos, Flugzeuge, Roboter, aber auch elektronische Systeme jeder Art sind mit ausgeklügelten Regelungen versehen, welche die Systeme veranlassen, sich wie gewünscht zu verhalten. Die Studierenden lernen den neusten Stand der Regelungstechnik an faszinierenden Projekten aus dem breiten Feld der gesamten Technik kennen.

Sensorik: Kaum ein Bereich der Elektrotechnik hat sich in den letzten Jahren so entwickelt und hat so gute Zukunftsaussichten wie die Sensorik. Handys können dank der vielen Sensoren längst viel mehr als nur telefonieren, Autos werden dank modernster Sensorik bald führerlos fahren. Sensoren bilden die Schnittstelle zwischen der Umwelt und der digitalen Signalverarbeitung. Ohne Sensoren und geeignetes analoges Pre-Processing vor der Analog-Digital-Wandlung nützt auch die heute fast beliebig verfügbare Rechenleistung nicht viel.
Die Studierenden lernen, wie unterschiedliche Sensoren funktionieren, wie deren physikalische Eigenschaften aufbereitet und in Spannungen umgesetzt werden und wie diese Spannungen digitalisiert werden. Auch optische Systeme und MEMS (mikroelektromechanische Systeme), die als "Schlüsseltechnik für die bewegte Welt" bezeichnet werden, werden im Modul Sensorik vertieft behandelt.

Wireless Communications: Ein Smartphone ist längst nicht mehr ein Gerät nur zum Telefonieren. Viele seiner Funktionalitäten beruhen auf verschiedensten Drahtlosverbindungen. Mobilfunknetze unterschiedlicher Generationen sind nur ein Teil davon. Dank weiteren Systemen wie Satellitennavigation, Bluetooth, WLAN und Near-Field-Communication kann ein Smartphone ortsabhängige Dienste anbieten, Breitbandanwendungen wie Bildübertragung ermöglichen und wird sich wohl über kurz oder lang auch zum bargeldlosen Zahlungsmittel entwickeln. Damit die Geräte trotz wachsender Anzahl integrierter Systeme immer kleiner und billiger werden, müssen Hochfrequenztechnik und Signalverarbeitung zusammenspielen: eine echte Herausforderung für den Elektroingenieur.

Energiesysteme: Erzeugung, Transport, Speicherung und Anwendung von Energie bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion muss sich auch die elektrische Energietechnik einem grundlegenden Wandel unterziehen. Die Liberalisierung in der Elektrizitätswirtschaft erfordert neue Werkzeuge, neue Denkweisen und vor allem engagierte Nachwuchskräfte, die an der HSR durch Projektarbeiten mit Partnern aus der Elektrizitätsversorgung für die anstehenden Aufgaben ausgebildet werden.

Leistungselektronik: Bedeutende Fortschritte in der Halbleitertechnologie haben neuartige elektronische Bauelemente hervorgebracht, die hohe Spannungen schalten und starke Ströme führen können. Die Miniaturisierung leistungselektronischer Komponenten und die Anwendung digitaler Regelalgorithmen erschliessen modernen elektrischen Energiewandlern neue Anwendungsgebiete. Die Studierenden lernen Stromrichterschaltungen zu dimensionieren und die Rückwirkungen auf das Stromnetz zu verstehen.

Angewandter Elektromagnetismus: Felder & Wellen: Die Studierenden erarbeiten die Grundlagen der elektromagnetischen Feldtheorie, die für die Auslegung elektrischer Maschinen und Apparate notwendig sind. Sie lernen die Finite-Element-Methode kennen und können diese für elektromagnetische Simulationen im Nieder- und Hochfrequenzbereich anwenden. Um die in der Praxis auftretenden Designprobleme zu lösen, kommt moderne kommerzielle Simulationssoftware (INFOLYTICA, ANSYS oder COMSOL) zum Einsatz.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Vollzeit:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Kosten pro Semester:
CHF 1000

Die Voraussetzungen für die prüfungsfreie Aufnahme in das Bachelorstudium sind eine Berufsmaturität in Verbindung mit einer beruflichen Grundausbildung in einem der Studienrichtung verwandten Beruf oder eine eidgenössisch anerkannte Maturität und eine mindestens einjährige Arbeitswelterfahrung, die berufspraktische und berufstheoretische Kenntnisse in einem der Studienrichtung verwandten Beruf vermittelt hat. Die einjährige Arbeitswelterfahrung ist auch dann notwendig, wenn die berufliche Grundausbildung in einem der Studienrichtung nicht verwandten Beruf absolviert worden ist.

Die Aufwendungen für ein Bachelor-Studium an der HSR setzen sich pro Semester wie folgt zusammen:

  • Semestergebühr: CHF 1000.-
  • Laborgebühr: CHF 30.-
  • Schulmaterial/Lehrmittel: ca. CHF 600.-
  • Eigener Laptop (empfohlen)

Sprachangebot und Auslandssemester

verpflichtend:
Englisch
Auslandssemester:
möglich

Gut gerüstet in die berufliche Zukunft

Die HSR vermittelt ihren Absolventinnen und Absolventen das fachliche Wissen und dessen praktische Anwendung für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit. Wichtiges Ziel ist, die Führungsfähigkeiten zu fördern. Studierende lernen eigenständiges, kreatives Arbeiten verbunden mit hoher Selbstorganisation und der Fähigkeit, im Team mitzuarbeiten und ein solches zu führen.

Die Studierenden werden darauf vorbereitet, ethische, ökonomische und ökologische Aspekte in ihre künftige Berufstätigkeit einzubeziehen, die Folgen ihres Handelns zu reflektieren und ihre persönliche Verantwortung wahrzunehmen. Die hohe Qualität der Ausbildung sichert die HSR durch die Vermittlung der notwendigen fachliche Tiefe und einer überdurchschnittlich hohen Allgemeinbildung.

Die Qualität und Aktualität der Grundausbildung, der Weiterbildung, der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung sowie der Lehr- und Lernkultur prägen das Angebot und bürgen für dessen Attraktivität.

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Informationsmaterial

Der Anbieter

Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil ist in den Bereichen Technik und IT sowie Bau und Planung tätig. In diesen Bereichen bietet Ihnen die HSR 8 praxisorientierte Bachelor-Studiengänge und den Master of Science in Engineering (MSE) mit 7 verschiedenen Fachlichen Vertiefungen. Die HSR arbeitet intensiv mit anderen Hochschulen im In- und Ausland und der Wirtschaft zusammen. In den über 4 Jahrzehnten ihres Bestehens hat sich die HSR zu einer starken Marke entwickelt, die für praxisorientierte Lehre und innovative Forschung steht.

Die intensive Anbindung der Lehre an die Forschung macht die Hochschule zu einer modernen Ausbildungsstätte, die stets aktuelle Inhalte vermittelt. Als erstrangiges Kompetenzzentrum der Forschung und Entwicklung zeichnet sich die HSR durch Innovation und Nähe zu Wirtschaft und Industrie aus. Die Hochschule gestaltet den Prozess des dauernden Wandels vorausschauend. Offenheit, Vertrauen, aber auch gegenseitige Wertschätzung prägen das Verhältnis zwischen Studierenden und Dozierenden. Die HSR fördert die Chancengleichheit von Frauen und Männern.

Die Studieninhalte sind in Module gegliedert, für die jeweils Kreditpunkte vergeben werden. Die Kreditpunkte entsprechen dem European Credit Transfer System (ECTS). Ihre Studienleistung ist somit auf nationaler und internationaler Ebene vergleichbar. Auf dem Kreditsystem baut auch das Prüfungsreglement auf. Erfolgreich ist der Besuch eines Moduls mit Note 4.0 oder darüber.

Studieren in Rapperswil

Rapperswil-Jona ist das Regionalzentrum am oberen Zürichsee und grenzt an die Nachbarkantone Zürich und Schwyz. Als dynamischer Wirtschaftsstandort bietet Rapperswil-Jona attraktive Arbeitsplätze, vor allem im Dienstleistungsbereich.
In der unmittelbaren Umgebung finden Sie Restaurants, Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. Die verkehrsarme Altstadt mit historischen Bauten steht unter eidgenössischem Denkmalschutz. Das imposante Schloss aus dem 13. Jahrhundert und das Kapuzinerkloster von 1606 mit einem Stück der alten Stadtmauer prägen die Altstadt. Für eine gemütliche Mittagspause bieten sich die Altstadt und die Seepromenade an. Seit 2001 führt ein Holzsteg nach Hurden, der einen Spaziergang über den See ermöglicht. Der Steg befindet sich direkt am HSR Campus.

Ihren Studienalltag können Sie durch das kulturelle Leben der Stadt Rapperswil-Jona bereichern. Ausstellungen in der „Alten Fabrik“, Feste und Anlässe in den Gassen und auf den Plätzen sowie das alljährliche Festival blues’n’jazz stehen auf dem Programm. Verschiedene Kirchen und das Schloss bieten regelmässig klassische Konzerte.

Studienberatung und Information

HSR Hochschule für Technik Rapperswil
++41 (0)55 222 41 11
HSR Hochschule für Technik Rapperswil
Postfach
Oberseestrasse 10
CH-8640 Rapperswil
Schweiz
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++41 (0)55 222 44 00
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