MSc Soziale Arbeit

Anbieter:
Hochschulen Bern, Luzern, St. Gallen & Zürich
Länder:
Raum Bern
Ost
Zentral
Raum Zürich
Typ:
Vollzeit und Berufsbegleitend
Abschluss:
M.Sc. (Master of Science)
Dauer:
3 Semester
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Das Studium

Im Studiengang «Master in Sozialer Arbeit» lernen Fachkräfte soziale Systeme zu verstehen, deren Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen und darauf Einfluss zu nehmen. So holen sie sich das Rüstzeug für verantwortungsvolle Positionen in Verwaltung, Wissenschaft und Politik. Als Diplomstufe 2 baut der Studiengang auf dem Bachelor oder einem gleichwertigen Hochschulstudium auf.

Der neue Master-Studiengang ergänzt das Schweizer Bildungsangebot auf einmalige Art: Die vier Hochschulen Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich vereinen in einer zukunftsweisenden Kooperation ihre Netzwerke und bieten gemeinsam neuestes Fachwissen an.


Prof. Wiebke Twisselmann
Studiengangsleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Berufliche Perspektiven:
Arbeitsgebiete für Absolventinnen und Absolventen des «Master in Sozialer Arbeit» sind anspruchsvolle Linien- und Stabsfunktionen zum Beispiel bei

  • Sozial- und Gesundheitsdepartementen von Bund, Kantonen und Gemeinden
  • mittleren und grösseren öffentlichen Soziale Dienste
  • Stiftungen, Verbänden, Vereinen und weiteren Non-Profit-Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen sowie in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Wirtschaftsunternehmen mit Schwerpunkt Corporate Social Responsibility
  • Bildungsstätten des Sozial-, Gesundheits- und Schulbereichs
  • internationalen Organisationen

Studienplan und Studienschwerpunkte

Basisstudium

  • Forschungsmethoden (FOM): Die Studierenden eignen sich grundlegende Kenntnisse in qualitativer Sozialforschung an. Im Mittelpunkt stehen Methoden der Dokumenten- und Interviewanalyse, die zum einen für die professionelle Praxis des Fallverstehens, zum anderen für die wissenschaftliche Erforschung dieser Praxis relevant sind.
  • Theorie- und Methodenentwicklung der Sozialen Arbeit (TME): Theorien Sozialer Arbeit bestimmen die Aufgaben Sozialer Arbeit und beschreiben Prinzipien und Formen professionellen Handelns unter verschiedenen Gesichtspunkten (normativ, ethisch und methodologisch).
    Im Zentrum des Moduls stehen unterschiedliche theoretische Begründungen der Sozialen Arbeit und ihre Bedeutung für aktuelle Fachdiskurse.
  • Sozialpolitik im internationalen Vergleich (SIV): In diesem Modul werden die international unterschiedlichen Konstellationen von Sozialpolitik untersucht. Die Studierenden erarbeiten sich die zentralen Begriffe und Konzepte der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Wohlfahrtsstaaten und Sozialpolitiken. Die internationale bzw. europäische Perspektive und der vergleichende Zugang ermöglichen ein vertieftes Verständnis davon, mit welchen Herausforderungen moderne Wohlfahrtsstaaten heute konfrontiert sind.
  • Wandel und Innovation in Organisationen (WIO): Die Studierenden eignen sich vertieftes Wissen über soziale Organisationen an. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit ausgewählten Governance- und Organisationstheorien sowie mit den Möglichkeiten und Bedingungen aktiver Innovationsgestaltung in Organisationen. Dabei werden auch neue internationale Ansätze und Umsetzungsfragen berücksichtigt.
  • Wissenschaftstheorie und Forschungsmethoden (WTF): Die Studierenden werden an das Design qualitativ ausgerichteter Forschungsprojekte herangeführt. Sie machen sich mit denjenigen Phasen des Forschungsprozesses vertaut, die der statistischen Auswertung numerischer Daten vorangehen (Formulierung der Fragestellung, Hypothesenbildung etc.). Anhand eines exemplarischen Datensatzes wird in die grundlegenden Operationen der deskriptiven Statistik eingeführt.
Vertiefungen
  • Soziale Probleme, soziale Konflikte und Lebensführung (Zürich)
    Modul 1: Soziale Fragestellungen und Probleme
    Modul 2: Verschiedenheit und soziale Ungleichheit
    Modul 3: Soziale Probleme und Interventionen
  • Professions- und Methodenentwicklung (St.Gallen)
    Modul 1: Professionalitätsverständnis
    Modul 2: Reflexion ausgewählter Methoden der Sozialen Arbeit
    Modul 3: Intentionen und Wirkungen professioneller Interventionen
  • Gesellschaftlicher Wandel und die Organisation Sozialer Arbeit (Bern)
    Modul 1: Gesellschaftliche Prozesse und die Entwicklung der Organisation Sozialer Arbeit
    Modul 2: Public und Nonprofit Management
    Modul 3: Sozialökologische Steuerungskonzepte für Soziale Dienste
  • Sozialpolitik und Sozialökonomie (Luzern)
    Modul 1: Soziale Arbeit im Kontext von Politik, Recht und Ökonomie
    Modul 2: Professionelles Handeln an den Schnittstellen zu Politik, Recht und Ökonomie
    Modul 3: Versorgungssysteme
  • Wahlmodule
    Modul 1: Schwerpunkt qualitative Forschung (Luzern)
    Modul 2: Schwerpunkt quantitative Forschung (Bern)
    Modul 3: Evaluationen (Bern/Luzern)

Master-Thesis
Projektarbeit und Master-Thesis bilden den Abschluss der Ausbildung. Zusammen werden sie mit 30 ECTS-Punkten bewertet. Die Master-Thesis soll einen Beitrag zur angewandten Forschung und Entwicklung im Sozialbereich leisten. Denkbar sind folgende Arbeiten:
  • Empirische Forschungsarbeiten mit Schwerpunkt in qualitativer oder quantitativer Sozialforschung oder in der Auswertung der Daten
  • Theoriearbeiten
  • Konzept- oder Entwicklungsarbeiten

Betreuung
Für die Begleitung der Master-Thesis steht den Studierenden sowohl das Kontaktstudium als auch eine Fachbegleitung zur Verfügung.

Praxisbezug

Auch auf Masterstufe bleiben die 4 beteiligten Fachhochschulen ihrem Anspruch treu, Berufsleute auszubilden, die Probleme nicht nur beschreiben, sondern erfolgreiche Lösungsansätze umzusetzen wissen. Garantiert wird dies durch Projektarbeiten, den engen Austausch mit Praxisorganisationen und durch mehr als 100 Dozierende, die nebst dem wissenschaftlichen Hintergrund umfangreiche Berufserfahrung in der Sozialen Arbeit mitbringen.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Vollzeit:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Kosten pro Semester:
CHF 1000

Gebühren

  • Anmeldegebühr: CHF 100.-
  • Aufnahmeprüfungsgebühr: CHF 200.-

Zulassung:

Ohne Prüfung zugelassen werden Kandidatinnen und Kandidaten
  • mit Bachelor- bzw. Fachhochschul-Abschluss in Sozialer Arbeit (Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder Soziokulturelle Animation) mit Note «5» und besser, einschliesslich Nachweis über 1500 Stunden praktischer Erfahrung in Sozialer Arbeit. Die Praxisausbildung im Rahmen des Bachelorstudiums wird angerechnet.
  • mit positivem Zulassungsentscheid für einen konsekutiven Masterstudiengang in Sozialer Arbeit anderer Hochschulen
Eine Prüfung ist erforderlich für
  • Kandidatinnen und Kandidaten mit Bachelorabschluss bzw. FH-Diplom in Sozialer Arbeit, mit Abschlussnote unter «5»
  • Kandidatinnen und Kandidaten mit Bachelor oder Diplom (Uni, Fachhochschule) in einer anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplin. Sie müssen einen hinreichenden fachlichen Bezug und mindestens 1500 Stunden praktische Erfahrung in Sozialer Arbeit nachweisen.

Sprachangebot und Auslandssemester

verpflichtend:
Deutsch, Englisch
Auslandssemester:
möglich
 
Unsere Studierenden sind frei, im Rahmen von ERASMUS (Programm zur Förderung der internationalen Studierendenmobilität) Module an anderen Hochschulen zu besuchen.
Einmal jährlich können die Studierenden ausserdem an einer internationalen Studienreise teilnehmen.
In vielen Modulen sind Dozierende aus dem Ausland oder Expertinnen und Experten aus der Praxis für Gastbeiträge verpflichtet.

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Der Anbieter

Vier Fachhochschulen - ein Master

Die Organisation des Studiengangs als ein Angebot von vier etablierten Hochschulen ist ein Balanceakt zwischen Kooperation und Konkurrenz. Beteiligt sind der Fachbereich Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule, der Fachhochschule Zentralschweiz, der Fachhochschule Ostschweiz und der Fachhochschule Zürich. Die Kooperation fördert zum einen den Zugang zum Netzwerk des Sozialwesens in ganz verschiedenen Regionen.

In der Kooperation ist eine enge operative Zusammenarbeit umgesetzt worden. Dennoch kann jede Hochschule ihre spezifischen Stärken zur Geltung kommen lassen. Dabei ist insbesondere das Profil ihrer jeweiligen Forschungsaktivitäten ausschlaggebend. Zwischen angewandter Forschung und Lehre sollen intensive Bezüge bestehen, denn das ist es, was eine Hochschule auszeichnet.

Studieren in mehrere Orte

Basismodule
Die Veranstaltungsorte eines Moduls rotieren von Quartal zu Quartal. Wer sich für sein Studium etwas länger Zeit lassen will, kann somit alle Basismodule an einem Standort seiner Wahl besuchen.
Der Reiseaufwand für Studierende im Vollzeitmodus beträgt maximal die Strecke St.Gallen - Zürich und Bern - Luzern.

Vertiefungsmodule
Jede der 4 Hochschulen bietet eine Vertiefungsrichtung an. Die Module einer Vertiefungsrichtung finden ausschliesslich am Standort der anbietenden Hochschule statt.

Studienberatung und Information

Andrea Piccand
+41 31 848 37 41
Hochschulen Bern, Luzern, St. Gallen & Zürich
Hallerstrasse 10
3012 Bern
Schweiz
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