MAS in Palliative Care

Anbieter:
FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Ort, Bundesland, Land:
St.Gallen, Ost, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
MAS (Master of Advanced Studies)
Dauer:
3 Semester
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Das Studium

Palliative Care ist die internationale Bezeichnung für eine umfassende, palliative (lindernde) Betreuung im Erleben von schwerer Krankheit und Leiden. Die Aktualität von Palliative Care als multiprofessionelles Versorgungskonzept für chronischkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörigen ist im heutigen und zukünftigen Gesundheitssystem unumstritten. Aufgrund der zu erwartenden epidemologischen und demographischen Entwicklung der nächsten Jahrzehnte ist der Aufbau einer Weiterbildungsmöglichkeit in Palliative Care auf Hochschulstufe zwingend erforderlich. Die multiprofessionelle Ausrichtung des Studiengangs bietet nebst der fundierten, umfassenden Vertiefung und Erweiterung von Fachwissen die Chance, die vielfältigen Anforderungen an eine kompetente palliative Versorgung gemeinsam zu thematisieren. Zudem besteht die Möglichkeit, vom Wissen und der Erfahrung anderer Berufsgruppen zu profitieren mit dem Ziel, den direkt Betroffenen eine möglichst optimale Behandlung, Pflege, Betreuung und Begleitung zukommen zu lassen.


Claudia Schröter
Programmleiterin MAS in Palliative Care

Berufsbild und Karrierechancen

Den Absolventinnen und Absolventen stehen nach Abschluss des Studiums auf Weiterbildungsstufe verschiedene berufliche Optionen offen. Sie üben bereits innehabende Funktionen mit einem vertieften Fachwissen und erweiterten Kompetenzen weiter aus oder können neu Funktionen übernehmen in den Bereichen „Klinische Tätigkeit“, „Forschungstätigkeit“, „Management and Service Development“ sowie „Aus-, Fort- und Weiterbildung“. Die Absolventinnen und Absolventen sind in verschiedenen Tätigkeitsfeldern wie Spitex, Spitin (Allgemeine Grundversorgung, Pflegeheime, Palliative Care Stationen) oder auch im Bereich der Verwaltung, Krankenkassen etc. tätig. Sie können eine Schlüsselposition einnehmen und als Fachexpertin bzw. –experte eine Multiplikatorenrolle ausüben.

Ausbildungsnutzen


    Die Absolventinnen und Absolventen…
    - entwickeln ein umfassendes Verständnis von Palliative Care,
    - unterstützen und begleiten die Betroffenen und ihr soziales Umfeld in ihrem Prozess,
    - sind fähig, im Bereich der multiprofessionellen Zusammenarbeit einen wesentlichen Beitrag zu Gunsten der Betroffenen zu leisten,
    - vernetzen das spezifische Fachwissen mit dem eigenen beruflichen Hintergrund,
    - initiieren, gestalten, evaluieren und adaptieren Betreuungs- und Managementaufgaben unter Berücksichtigung der Multiprofessionalität.

Studienplan und Studienschwerpunkte

Aufbau des MAS in Palliative Care
Die multiprofessionelle Ausrichtung des Studiengangs bietet nebst der fundierten, umfassenden Vertiefung und Erweiterung von Fachwissen die Chance, die vielfältigen Anforderungen an eine kompetente palliative Versorgung gemeinsam zu thematisieren. Zudem besteht die Möglichkeit, vom Wissen und der Erfahrung anderer Berufsgruppen zu profitieren mit dem Ziel, den direkt Betroffenen eine möglichst optimale Behandlung, Pflege, Betreuung und Begleitung zukommen zu lassen. Der MAS ist in drei ca. 22-tägige Zertifikatslehrgänge (CAS) gegliedert:

Klinisches Management (CAS I):
Grundsätze von Palliative Care, Symptommanagement (z.B. Schmerz, Nausea, Diarrhoe (Obstipation/Ileus, Ernährung), Klinisches Management (z.B. aus Sicht verschiedener Disziplinen und Professionen in verschiedenen Krankheitssituationen), Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten und in die Forschung, Vertiefung der klinischen Expertise mittels Praktika/Beobachtungstagen.

Psychische, soziale, spirituelle und ethische Dimensionen (CAS II):
Gesellschaftliche Fragestellungen (z.B. sozialer Status und Lebenserwartung, Grundlagen der Epidemologie und Demographie, Quality End-of-Life-Care), Medizinsoziologische Aspekte (z.B. Krankheit/Gesundheit, Multikulturalität, gesellschaftliche und soziale Rituale bei Krankheit und am Lebensende), Beziehungssysteme (z.B. Systemtherapeutische Grundlagen, Family Nursing als Betreuungskonzept, Patientenedukation), Prozesse der ethischen Entscheidungsfindung, Kommunikation am Lebensende.

Management und Gesundheitspolitik (CAS III):
ökonomische, politische, medizinisch-fachliche Steuerungslogiken, Gesundheitsökonomie, Casemanagement, Kommunikation und Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams, Führen im Bereich Palliative Care, Gestalten von Veränderungsprozessen, Projekt- und Qualitätsmanagement, Wissensmanagement, Edukation und Bildung.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.

Aufnahmebedingungen

Erforderlich ist eine 3-jährige Berufsausbildung oder ein Studium an einer Fachhochschule bzw. Universität mit mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Über die Aufnahme von Personen mit anderen beruflichen Werdegängen wird «sur Dossier» entschieden. Ein persönliches Eintrittsgespräch rundet das Aufnahmeprozedere ab. Der definitive Aufnahmeentscheid wird durch die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit der FHS St.Gallen gefällt und den Interessentinnen und Interessenten schriftlich mitgeteilt.

Zielpublikum

Der MAS in Palliative Care ist multiprofessionell ausgerichtet. Es werden daher alle Berufsfrauen und -männer angesprochen, die in ihrem beruflichen Umfeld mit Menschen in palliativen Situationen konfrontiert sind oder die sich auf ein solches berufliches Tätigkeitsfeld vorbereiten möchten, z. B.
- dipl. Pflegefachpersonen
- Ärztinnen/Ärzte
- dipl. Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter
- dipl. Ernährungsberaterinnen/Ernährungsberater
- dipl. Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten
- Seelsorgerinnen/Seelsorger
- Psychologinnen/Psychologen
- Kunsttherapeutinnen/Kunsttherapeuten

Die Lehrgangsinhalte orientieren sich an den von der Arbeitsgruppe «Ausbildung» der Gesellschaft „palliative.ch“ (Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung) entwickelten Kompetenzen.

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Informationsmaterial

Der Anbieter

Die neue FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ist eine interdisziplinäre Fachhochschule, welche aus der ehemaligen Fachhochschule für Technik St.Gallen, der Fachhochschule für Wirtschaft St.Gallen und der Hochschule für Soziale Arbeit Rorschach hervorgegangen ist. Mit dieser Integration ist die grösste Bildungsinstitution des tertiären Bildungsweges in der Ostschweiz mit rund 1200 Studierenden in Diplomstudien und anerkannten Nachdiplomstudien entstanden. Die Aufgabe unserer Hochschule ist es, Generalistinnen und Generalisten mit klaren Profilen in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Soziale Arbeit auszubilden. Prüfungsfreien Zutritt zum Fachhochschulstudium hat, wer eine Berufsmaturität oder eine gymnasiale Matura und mindestens einjährige Berufserfahrung hat. Der Fachhochschul-Abschluss wird künftig als internationaler Bachelor Degree anerkannt. Damit ist der Zugang zum Masterstudium an Fachhochschulen sowie der Übertritt in Universitäten möglich.

Studieren in St.Gallen

Die Ostschweizer Metropole St.Gallen hat eine grosse Vergangenheit. Name und Entstehung gehen zurück auf die Klostergründung durch den Wandermönch Gallus um das Jahr 612. Und der Vergangenheit werden Sie bei einem Bummel durch die zauberhafte Altstadt auf Schritt und Tritt begegnen: Die weltberühmten Erker, die gemütlichen Gassen, die lebhaften Plätze mit freundlichen Strassencafés. Die grosse Vergangenheit schuf eine blühende Gegenwart: St.Gallen ist modern und weltoffen. Über die Stadt wacht die imposante barocke Kathedrale, das Herz des Stiftsbezirks, der als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht. Quelle: http://www.st.gallen-bodensee.ch

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Tellstrasse 2
9001 St.Gallen
Schweiz
+41 (0)71 226 15 00
+41 (0)71 226 15 01
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