MAS Behinderung und Partizipation

FH: FH Nordwestschweiz - Hochschule für Soziale Arbeit
Ort, Land: Olten, Nordwest, Schweiz
Organisation: Berufsbegleitend
Abschluss: MAS in 5 Semester
   


Das Studium

Dieser Master of Advanced Studies (MAS) richtet sich an Fachpersonen aus dem Behinderten­bereich, in Handlungsfeldern der Rehabilitation, Sonderschulheimen, Wohnheimen, Werkstätten, Therapieeinrichtungen, Psychiatrie sowie Beratungs- und Fachstellen. Vorausgesetzt wird eine Ausbildung auf tertiärer Stufe in den relevanten Berufsfeldern des Behindertenbereichs erwartet.

Um den individuellen (weiter-)bildungsbezogenen Ressourcen und dem individuellen Fach- und Erfahrungswissen der Teilnehmenden gerecht zu werden, ist der Weiterbildungsstudiengang MAS Behinderung und Partizipation in fachspezifische und handlungsfeldspezifische Zertifikatskurse (ZK) gegliedert und wird als modularisierter MAS durchgeführt. Der Weiterbildungsstudiengang setzt sich aus 3 ZK und einer Masterthesis à je 15 ECTS Punkten mit total 60 ECTS Punkten zusammen. 2 Pflicht-ZK sowie die Master-Thesis sind für alle Teilnehmenden verpflichtend, aus den Wahlpflicht-ZK wird einer gewählt. Die Teilnehmenden werden individuell beraten.

Prof. Dr. Dorothea Lage
Studiengangsleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Der MAS Behinderung und Partizipation richtet sich an Fachpersonen mit einem sozial-, heil-, oder sonderpädagogischen, therapeutischen oder beraterischen Auftrag in Dienstleistungsorganisationen der Behindertenhilfe, die ihre Kenntnisse und Handlungskompetenzen in der Sozialen Arbeit mit Menschen mit Entwicklungsbeeinträchtigungen und Behinderung vertiefen wollen.

Studienplan und Studienschwerpunkte

Zielsetzung des MAS

Im MAS Behinderung und Partizipation soll das Verständnis der Komplexität, Relativität und Dynamik von Behinderungsprozessen in unserer Gesellschaft fördern. Entwicklungs- und Soziali­sationsbedingungen für Menschen mit Entwicklungsbeeinträchtigungen werden diskutiert und im Hinblick auf verbesserte Partizipations- und Integrationsmöglichkeiten reflektiert. Dabei stehen sowohl sonderpädagogische Theoriemodelle im Zentrum der Inhalte, die eine theoriegeleitete Re­flexion ermöglichen sollen, als auch aktuelle Handlungsmodelle, die Erziehungs-, Bildungs- und Partizipationsprozesse unter erschwerten Bedingungen ermöglichen und verbessern können. Ein übergeordnetes Ziel ist es zudem, dass die Teilnehmenden die Wirkungszusammenhänge von sozialpolitischen Vorgaben, fachlichem Wissen, eigenen Handlungskompetenzen und der Lebensqualität der Menschen mit Entwicklungsbeeinträchtigungen und Behinderungen erkennen.

Fachkompetenzen
  • Kenntnisse über Begriffsbestimmungen zum Thema Behinderung und der ICF
  • Kenntnisse über sonderpädagogische Theorie- und Handlungsmodelle zur Unterstützung, (Ent­wicklungs-)Begleitung, Förderung und Assistenz von Menschen mit Entwicklungs­beeinträchtigungen
  • Kenntnisse über die Gesellschaft und ihren Umgang mit Menschen mit Entwick­lungsbeeinträchtigungen sowie zur Soziologie der Behinderten
  • Kenntnisse über die Lebenssituation von Menschen mit Entwicklungsbeeinträchtigungen
    Kenntnisse über die sozialen Dienstleistungsorganisationen in der Behindertenhilfe des Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich
Methodenkompetenzen
  • Fähigkeit, aktuelle sonderpädagogische Handlungsmodelle in die Praxis umzusetzen und deren Wirkung zu reflektieren
  • Fähigkeit, die sonderpädagogischen Konzeptionen der eigenen Organisation in der Behinderten­hilfe kritisch zu reflektieren und fachlich mit weiter zu entwickeln
  • Fähigkeit, Methoden der Lebensweltgestaltung, Entwicklungsbegleitung und Förderung von Menschen mit Entwicklungsbeeinträchtigungen planen, anzuwenden und zu überprüfen
  • Fähigkeit, den Menschen mit Entwicklungsbeeinträchtigungen Zugänge zur Assistenz, Partizipation und Lebensbewältigung zu eröffnen
  • Fähigkeit, die bertroffenen Menschen bei der Planung, Erbringung und Auswertung der Dienstleistungen gemäss ihren Fähigkeiten und ihrer Entwicklung mit einzubeziehen
Sozialkompetenzen
  • Fähigkeit, das erworbene Wissen als Expertin und Experte bei Konzeptentwicklungen, Quali­tätsentwicklung und -sicherung in der Organisation einzubringen
  • Fähigkeit, Leitungsfunktionen in (päd)agogischen Bereichen einer Dienstleistungsorganisation der Behindertenhilfe übernehmen zu können
Selbstkompetenzen
  • Fähigkeit, das eigene Verständnis von Behinderung zu reflektieren
  • Fähigkeit, die eigene Haltung und ihre Wirkung für das eigene Handeln zu reflektieren und weiter zu entwickeln
  • Fähigkeit, das eigene professionelle Handeln zu reflektieren und weiterzuentwickeln

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:  
Studienplätze: 20  
Bewerber: k.A.  
 
Aufnahmebedingungen

Mindestens ein Jahr Berufserfahrung in der Behindertenhilfe, Abschluss einer Hochschule, Fachhochschule, Höheren Fachschule oder gleichwertige Ausbildung.

Ausnahmen auf schriftlichen Antrag sind möglich.

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Die Fachhochschule

Die Hochschule für Soziale Arbeit ist Teil der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW. Sie ist führend in ihrem Angebot für Studierende, Kunden und Praxisinstitutionen. Mit jährlich über 1000 Studierenden im Bachelor-Studiengang und über 900 Studierenden in der Weiterbildung ist sie die grösste Hochschule für Soziale Arbeit in der Deutschschweiz. Ab dem Herbstsemester 2008/2009 wird auch ein Master-Studium in Sozialer Arbeit angeboten.

Unsere Hochschule steht für Qualität und Innovation in Lehre, Forschung und Dienstleistung. Sie ist regional verankert und international vernetzt. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Praxis und Wissenschaft fördert sie die Professionalisierung der Sozialen Arbeit und die wirksame Bearbeitung sozialer Problemstellungen und gesellschaftlicher Herausforderungen.

Unsere Angebote und Leistungen basieren auf ausgewiesenen Kompetenzschwerpunkten, die wir in zwei Lehrinstituten und in sechs thematisch ausgerichteten Instituten kontinuierlich pflegen und weiterentwickeln.

Die thematische Fokussierung liegt auf
  • Beratung, Coaching und Sozialmanagement
  • Integration und Partizipation
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Professionsforschung und kooperative Wissensbildung
  • Soziale Arbeit und Gesundheit
  • Sozialplanung und Stadtentwicklung

Studieren in Olten

Olten mit seinen rund 17'400 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die grösste Stadt des Kantons Solothurn und bildet mit den Gemeinden der Region Olten-Gösgen-Gäu einen wesentlichen Pfeiler von dessen Wirtschaftskraft. «Wohnen, arbeiten und
leben im Herzen der Schweiz» lautet die Devise. Die Zentrumslage der Stadt Olten im Herzen der Schweiz ist und bleibt einer der wesentlichen Pluspunkte für Stadt und Region Olten. Quelle:http://www.olten.ch

FH Nordwestschweiz - Hochschule für Soziale Arbeit
Riggenbachstrasse 16
4600 Olten
Schweiz
  +41 (0)62 311 96 32
  +41 62 286 00 90
  weiterbildung.sozialearbeitfhnw.ch
  http://www.fhnw.ch/sozialearbeit/weiterbildung/mas
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