Studiengang

Körperzentrierte Psychologische Beratung IKP

Anbieter:
Institut für körperzentrierte Psychotherapie IKP
Ort, Bundesland, Land:
Zürich, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
Dipl. (Diplom)
Dauer:
3 Jahr(e)
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Die Ausbildung

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele seelische Probleme sowie körperliche Störungen, die mit Seelischem zusammenhängen können, wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Ess- und Sucht- probleme, Schmerzzustände aller Art etc., bessere Heilungs- tendenzen zeigen, wenn die betreffenden Personen ihren Körper in aktiver oder passiver Form ins therapeutische Gespräch mit einbeziehen können.

Da Psychotherapie durch Kontakt geschieht, ist die Grund- haltung des/der Körperzentrierten Psychologischen Beraters/in entscheidend. Die Ausbildung hat grosse Ähnlichkeit mit der Basisausbildung in Körperzentrierter Psychotherapie IKP. Sie ist aber kürzer und weniger auf psychopathologische Störungen und psychiatrische Krankheitsbilder, sondern mehr auf die Entwick- lung beraterischer Fähigkeiten ausgerichtet.

Beratungsangebote sind heute noch oft einseitig: Entweder wird vorwiegend der Körper oder die Seele behandelt. Körper- zentrierte Psychologische Berater/innen IKP verbinden beides miteinander. Wenn sich beispielsweise eine Klientin zu wenig sicher fühlt, wird mit ihr nicht nur gesprochen, sondern man lässt sie auch mittels geeigneten körperlichen Übungen die Stärke und Kraft erleben. Dabei gehen das Gespräch und das körperzentrierte Arbeiten prozesshaft ineinander über. Diese Methode und die Fähigkeit für ganzheitliches Arbeiten will erlernt sein und wird Ihnen exklusiv am IKP vermittelt.



Berufsbild und Karrierechancen

Körperzentrierte Psychologische Berater/innen IKP arbeiten mit einem breiten Spektrum körperlicher, medizinisch ungefährlicher, vom Standpunkt der Beweglichkeit und Trainiertheit her gesehen, gesundheitsfördernden Übungen. Das ganzheitliche Denken im Beobachten, Fühlen und Handeln befähigt Sie als Therapeut/in, Personen, die sich Ihnen anvertrauen, aus ihrer Fixiertheit zu befreien und ihnen eine ganzheitlichere Entfaltung zu ermöglichen.

Personen mit diesem Abschluss eröffnen ggf. bereits während oder spätestens nach Diplomabschluss ihre eigene Praxis, in der sie Beratungen durchführen. Wer sich nicht ganz selbstständig machen will, bleibt oft auch zu 50 % im alten Beruf tätig und beginnt nach und nach teilzeitlich mit der selbstständigen Beratungs-Praxis.

Anstellungen finden sich in diversen Institutionen, welche Personen benötigen, die beraterisch, begleitend, bewegungs- therapeutisch arbeiten: z.B. psychiatrische oder psychosoma- tische Kliniken, Institutionen im Suchtbereich, therapeutische Wohngemeinschaften, Institutionen mit Rehabilitations-Charakter. Gelegentlich gibt es auch Teilzeitstellen oder volle Anstellungen bei Ärzten, Psychiatern, z.B. im Bereich der Betagtenoder Kinderbetreuung.

Ausbildungsschwerpunkte

  • Sich kennenlernen, Ich/Wir, Ängste/Vertrauen betreffend Ich/Wir
  • Grundkonzepte: Anthropolog. Würfelmodell IKP, Saluto- gramm, Shifting, Ressourcentheorie, Je-mehr-Energie- prinzip, Gesundheits- und Krankheitsverständnis, Gestalt- abwehrmechanismen, Hier und Jetzt, Kontaktschema, Nähe-Distanz, Bedürfniskonzept
  • Gesprächsführung zu Beginn der Therapie und bei be- stimmten psychischen u. psychosomatischen Störungen, Grundsätze und Spezielles bei bestimmten Erkrankungen
  • Sitzungsverlauf im Sinne der Intitialphase, Aktionsphase, Integrationsphase und Neuorientierung (inkl. Transfer in die Praxis)
  • Arbeit mit der Herkunftsfamilie (inkl. Familientisch)
  • Bewegungsschulung im Hinblick auf die individ. Förderung von Urvertrauen, Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein
  • Gruppendynamische Prozesse, Wahrnehmung f. Gruppen- prozesse, Modelle von Prozessbeobachtung und Prozess- verlauf
  • Unbewusstes, Übertragungen, Beziehungen der Gruppen-Teilnehmer/innen untereinander, Gruppendynamik I
  • Stärken körperlicher Erlebnisfähigkeit und Intensivierung der körperlichen Wahrnehmung (Thymographie & Somato- graphie nach Dr. med. Y. Maurer, Entspannungs- und Imaginationsübungen)
  • Depression und Aggression: Therapeutisches Vorgehen und mögliche Zusammenhänge zwischen beiden Gefühls- äusserungen, klassische Gestalt Abwehrmechanismen, Dramadreieck
  • Zu starkes Über-Ich abbauen (z.B. bei Zwängen) oder aufbauen (bei süchtiger, kindlicher Person), Einsatz div. kreativer Medien
  • Theorie der Körperzentrierten Psychotherapie IKP und der humanistischen Psychologie, Beispiele aus der Praxis, Anthropolog. Hintergrund, Menschenbild, Entstehung und Modelle psychischer Störungen, therapeut. Beziehung und Verhalten, Interventionsstrategien
  • Standortbestimmung: bisher erreichte körperlich, soziale und therapeutische Kompetenz
  • Aufnehmen von Themen, die nicht genügend zur Sprache gekommen sind (Macht, Neid, Narzissmus, etc.)
  • Sich abgrenzen und trennen, Loslassungs- und Trennungs- prozess
  • Diagnostik: Neurose/Psychose, unterschiedliche Körper- arbeit und Indikationen
  • Regression, eigene Geschichte: entwicklungspsycho- logische Prozesse in der Therapie, bedürfniszentriertes Verändern der Gedächtnisstrukturen
  • Gruppendynamik II, systemische Perspektiven (bei Paaren und Familien)
  • Selbstzentrierung, Meditation, Spiritualität
  • Erotik, Sexualität, Tabuthemen, Frauen/Männer
  • Gesamtrepetition und Vertiefung
  • Standortbestimmung, Abschied von der Situtation der Grundausbildung

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
15
Bewerber:
k.A.

Kosten:

Die durchschnittlichen Kosten pro Monat betragen ca. Fr. 470.- (je nach Seminarwahl).

Zugangsvoraussetzungen:

Als Körperzentrierte/r Psychologische/r Berater/in IKP kann sich ausbilden, wer im sozialen, thera- peutischen, pädagogischen, bewegungstherapeutischen Bereich einen Abschluss gemacht hat, also z.B. Physiotherapeut/innen, Atemtherapeut/innen, Pflegepersonal, Lehrer/innen, dipl. Masseure/ Masseurinnen, Bewegungstherapeut/innen, Erwachsenenbildner/innen, Katechet/innen, Shiatsu-Therapeut/innen etc.

Wer eine kaufmännische oder handwerkliche Grundausbildung hat, sollte sich möglichst früh zu einem Eignungsgespräch anmelden, um Näheres zu besprechen.

Vor einer definitiven Anmeldung empfehlen wir einen möglichst frühzeitigen Besuch eines Info- Seminars.

Die Zulassung zur Ausbildung kann nach Einsenden des Anmeldeformulars sowie nach einem persönlichen Anmeldegespräch in Zürich erfolgen. Wir berücksichtigen die Anmeldungen in der eingehenden Reihenfolge.

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Der Anbieter

Im IKP finden Sie berufs- und familienbegleitende Aus- und Weiterbildungslehrgänge zwischen 1,5 und 4 Jahren sowie gegen 100 einzelne Seminare ergänzt durch Vorträge und Veran- staltungen zu speziellen Fachthemen. Die Aus- und Weiter- bildungen sind zeitgemäss, ganzheitlich orientiert und führen zu anerkannten Diplomabschlüssen.

Über 1500 Studierende besuchten bisher die IKP-Ausbildungs- gruppen und viele weitere Personen profitierten von dem grossen Angebot an Seminaren, die auch einzeln, nicht nur im Rahmen der Ausbildungen, besucht werden können.

Die rund 60 Dozentinnen und Dozenten (mehrheitlich mit Uni- versitätsabschluss) verfügen über eine fundierte therapeutische Ausbildung sowie über langjährige Praxis- und Ausbildungs- erfahrung.

Institut für körperzentrierte Psychotherapie IKP
Kanzleistrasse 17
8004 Zürich
Schweiz
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