Bachelor Elektrotechnik

Anbieter:
HSR Hochschule für Technik Rapperswil
Ort, Bundesland, Land:
Rapperswil, Ost, Schweiz
Typ:
Vollzeit und Berufsbegleitend
Abschluss:
B.Sc. (Bachelor of Science)
Dauer:
6 Semester
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Das Studium

Das Gebiet der Elektrotechnik ist ein breites und attraktives Betätigungsfeld für eine Ingenieurin oder einen Ingenieur. Vielfältige Arbeitsgebiete und Arbeitsfelder, die sich überschneiden und ergänzen, zeichnen die Elektrotechnik aus. Beispiele dafür sind:

  • Entwicklung von miniaturisierten elektronischen Schaltungen, Geräten und Systemen
  • Verarbeitung und Übertragung von Information
  • Automatisierung und Robotik
  • Übertragung und Umformung elektrischer Energie
Die Verzahnung verschiedenster Fachbereiche ist charakteristisch für Projekte in der Elektrotechnik - sei es ein Energieverteilnetz, eine Satellitenstation oder ein MP3-Player. Die Ausbildung als Elektroingenieurin oder Elektroingenieur an der HSR schafft die Grundlagen für ein erfolgreiches Berufsleben und bildet die Basis für Spezialisierungen.


Prof. Dr. Heiner Prechtl
Studiengangleiter

Berufsbild und Karrierechancen

Das Gebiet der Elektrotechnik ist ein breites und attraktives Betätigungsfeld für eine Ingenieurin oder einen Ingenieur. Im vielseitigen Tätigkeitsfeld nennen wir drei Bereiche, die sich mehr und mehr überlappen und ineinander verzahnt sind:

  • Erzeugung, Übertragung und Umformung elektrischer Energie
  • Verarbeitung und Übertragung von Information
  • Automatisierungstechnik
Die Verzahnung verschiedener Fachbereiche und der interdisziplinäre Charakter des Gebietes sind an verschiedensten technischen Projekten augenfällig, sei es an einem modernen Flugzeug, einem Energieverteilnetz, einem Informationsnetz, einer Satellitenbodenstation oder an einem einfachen Geldwechselautomaten.

Bei der Entwicklung müssen die Elektro-Fachrichtungen oft mit Bereichen aus dem Maschinenbau zusammenspielen. In vielen Produkten steckt zudem ein immer grösser werdender Anteil von Software-Entwicklungsarbeit. Wie andere Bereiche ist auch die Elektrotechnik einer rascheren technischen Entwicklung unterworfen. Zudem entwickeln sich realisierbare Systeme in ihrer Funktionalität zunehmend umfangreicher und komplexer.

Dieser Umstand steht oft in einem krassem Gegensatz zu den kleiner werdenden äusseren Abmessungen elektrotechnischer Instrumente. Neben der klassischen Ingenieurtätigkeit in der industriellen Entwicklung wird der Dienstleistungssektor zu einem immer wichtigeren Tätigkeitsfeld für Elektro-Ingenieure/innen.

Studienplan und Studienschwerpunkte

Die Stundenpläne im ersten und zweiten Studienjahr sind vorgegeben. Dank diesem Konzept erwerben alle Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studiengangs ein solides Fundament an fachlichem Können und Wissen, das im dritten Jahr eine Spezialisierung in beliebigen Gebieten der Elektrotechnik erlaubt. Im dritten Studienjahr bilden die Studierenden ihren individuellen Studienschwerpunkt in mindestens drei Themenbereichen:

Digital Signal Processing: Moderne elektronische Geräte enthalten eine Vielzahl von Sensoren, die es ermöglichen, die Umwelt wahrzunehmen. Die Signale der Sensoren werden meist digital verarbeitet, zum Beispiel mit einem Mikrocontroller. Diese Verarbeitung basiert auf der fundamentalen Theorie der digitalen Signalverarbeitung, die es erlaubt, mit eleganten mathematischen Algorithmen anspruchsvolle Aufgaben zu lösen, wie zum Beispiel die Spracherkennung in einem Smartphone oder die Dekodierung von Satellitensignalen.

Digital Image Processing: Die Verbreitung von Digitalkameras hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Eine Fülle von Bild- und Videosignalen muss verarbeitet werden, um die darin enthaltene Information zugänglich zu machen. Das Gebiet der Digitalen Bildverarbeitung beschäftigt sich mit der fundamentalen Theorie zur digitalen Verarbeitung der multidimensionalen Daten. Diese Theorie macht es zum Beispiel möglich, ein Gesicht automatisch von einer Kamera erkennen oder eine optische Qualitätsinspektion direkt von einem Computer ausführen zu lassen.

Embedded Software Engineering: Embedded Systems arbeiten oft mit wenig Speicherkapazität und müssen den Energieverbrauch klein halten. Dennoch müssen sie häufig Echtzeitanforderungen erfüllen und hohe Zuverlässigkeit bieten. Diese Eigenheiten verlangen spezifische Vorgehensweisen und Konzepte beim Entwurf und bei der Realisierung. Die Studierenden erlernen anhand praktischer Beispiele moderne Modellierungstechniken und die effiziente und echtzeittaugliche Programmierung von Embedded Systems vornehmlich in C und C++.

Embedded Systems: Die Mehrzahl der technischen Geräte, die wir in unserem Umfeld täglich nutzen wie auch die komplexen Maschinen, die in der Industrie für alle denkbaren Anwendungen eingesetzt werden, enthalten massgeschneiderte Computersysteme. Für den Benutzer sind solche "eingebetteten Systeme" dabei oft kaum erkennbar. Sie alle basieren auf Mikroprozessoren und Mikrocontrollern, eine sich rasch entwickelnde eigene Welt der Technik, deren Raffinessen und Spezialitäten die Studierenden kennen lernen.

Regelungstechnik: Autos, Flugzeuge, Roboter, aber auch elektronische Systeme jeder Art sind mit ausgeklügelten Regelungen versehen, welche die Systeme veranlassen, sich wie gewünscht zu verhalten. Die Studierenden lernen den neusten Stand der Regelungstechnik an faszinierenden Projekten aus dem breiten Feld der gesamten Technik kennen.

Mikroelektronik-Systeme: Moderne elektronische Systeme benützen komplexe integrierte Schaltungen (ICs), deren Entwurf, Entwicklung und Herstellung als Mikroelektronik bezeichnet wird. Die Studierenden lernen, wie integrierte Schaltungen funktionieren, wie sie entworfen, modelliert, simuliert und produziert werden. Sie können ihre eigenen ICs im Rahmen von Studien- und Bachelorarbeiten entwickeln und zum Beispiel als Teil eines Testchips für einen applikationsspezifischen IC (ASIC) realisieren lassen.
Die Studierenden lernen auch, komplette Mikroelektroniksysteme selber zu entwickeln: Vom Sensor über die analoge Signalverarbeitung zum Analog-Digital-Wandler, mittels digitaler Signalverarbeitung und Digital-Analog-Wandler wieder zurück in die analoge "Welt" oder auf einen PC zur Signalauswertung. Für komplexe Systeme z. B. aus den Bereichen Sensorik, Messtechnik oder Medizintechnik verwenden sie modernste käufliche ICs, deren Funktionsweise sie im Unterricht verstehen lernen.

Mobilkommunikation: Ein Smartphone ist längst nicht mehr ein Gerät nur zum Telefonieren. Viele seiner Funktionalitäten beruhen auf verschiedensten Drahtlosverbindungen. Mobilfunknetze unterschiedlicher Generationen sind nur ein Teil davon. Dank weiteren Systemen wie Satellitennavigation, Bluetooth, WLAN und Near-Field-Communication kann ein Smartphone ortsabhängige Dienste anbieten, Breitbandanwendungen wie Bildübertragung ermöglichen und wird sich wohl über kurz oder lang auch zum bargeldlosen Zahlungsmittel entwickeln. Damit die Geräte trotz wachsender Anzahl integrierter Systeme immer kleiner und billiger werden, müssen Hochfrequenztechnik und Signalverarbeitung zusammenspielen: eine echte Herausforderung für den Elektroingenieur.

Energiesysteme: Erzeugung, Transport, Speicherung und Anwendung von Energie bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion muss sich auch die elektrische Energietechnik einem grundlegenden Wandel unterziehen. Die Liberalisierung in der Elektrizitätswirtschaft erfordert neue Werkzeuge, neue Denkweisen und vor allem engagierte Nachwuchskräfte, die an der HSR durch Projektarbeiten mit Partnern aus der Elektrizitätsversorgung für die anstehenden Aufgaben ausgebildet werden.

Leistungselektronik: Bedeutende Fortschritte in der Halbleitertechnologie haben neuartige elektronische Bauelemente hervorgebracht, die hohe Spannungen schalten und starke Ströme führen können. Die Miniaturisierung leistungselektronischer Komponenten und die Anwendung digitaler Regelalgorithmen erschliessen modernen elektrischen Energiewandlern neue Anwendungsgebiete. Die Studierenden lernen Stromrichterschaltungen zu dimensionieren und die Rückwirkungen auf das Stromnetz zu verstehen.

Angewandter Elektromagnetismus: Felder & Wellen: Die Studierenden erarbeiten die Grundlagen der elektromagnetischen Feldtheorie, die für die Auslegung elektrischer Maschinen und Apparate notwendig sind. Sie lernen die Finite-Element-Methode kennen und können diese für elektromagnetische Simulationen im Nieder- und Hochfrequenzbereich anwenden. Um die in der Praxis auftretenden Designprobleme zu lösen, kommt moderne kommerzielle Simulationssoftware (INFOLYTICA, ANSYS oder COMSOL) zum Einsatz.

Praxisbezug

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Vollzeit:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Kosten pro Semester:
CHF 1000

Die Voraussetzungen für die prüfungsfreie Aufnahme in das Bachelor-Studium sind eine Berufsmaturität in Verbindung mit einer beruflichen Grundausbildung in einem der Studienrichtung verwandten Beruf oder eine eidgenössisch anerkannte Maturität und eine mindestens einjährige Arbeitswelterfahrung, die berufspraktische und berufstheoretische Kenntnisse in einem der Studienrichtung verwandten Beruf vermittelt hat. Die einjährige Arbeitswelterfahrung ist auch dann notwendig, wenn die berufliche Grundausbildung in einem der Studienrichtung nicht verwandten Beruf absolviert worden ist. Die HSR hilft bei Bedarf bei der Suche nach einer Praktikumsstelle.

Die Aufwendungen für ein Bachelor-Studium an der HSR setzen sich pro Semester wie folgt zusammen:

  • Semestergebühr: CHF 1000.-
  • Laborgebühr: CHF 30.-
  • Schulmaterial/Lehrmittel: ca. CHF 600.-
  • Eigener Laptop (empfohlen)

Sprachangebot und Auslandssemester

Auslandssemester:
nicht möglich
 
Sprachangebot und Auslandssemester

Gut gerüstet in die berufliche Zukunft

Die HSR vermittelt ihren Absolventinnen und Absolventen das fachliche Wissen und dessen praktische Anwendung für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit. Wichtiges Ziel ist, die Führungsfähigkeiten zu fördern. Studierende lernen eigenständiges, kreatives Arbeiten verbunden mit hoher Selbstorganisation und der Fähigkeit, im Team mitzuarbeiten und ein solches zu führen.

Die Studierenden werden darauf vorbereitet, ethische, ökonomische und ökologische Aspekte in ihre künftige Berufstätigkeit einzubeziehen, die Folgen ihres Handelns zu reflektieren und ihre persönliche Verantwortung wahrzunehmen. Die hohe Qualität der Ausbildung sichert die HSR durch die Vermittlung der notwendigen fachliche Tiefe und einer überdurchschnittlich hohen Allgemeinbildung.

Die Qualität und Aktualität der Grundausbildung, der Weiterbildung, der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung sowie der Lehr- und Lernkultur prägen das Angebot und bürgen für dessen Attraktivität.

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Informationsmaterial

Der Anbieter

Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil ist tätig in den Bereichen Technik, Landschaftsarchitektur und Raumplanung. Sie bietet ein attraktives und variantenreiches Studienangebot, gegliedert in sieben Studienrichtungen. Durch die intensive Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen im In- und Ausland und der Wirtschaft belegt die HSR einen bedeutenden Platz in der Landschaft der Fachhochschulen in der Schweiz.

Die HSR fühlt sich verpflichtet, durch eine ständige Anpassung der Lehre und durch eine innovative, den Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechenden anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung eine moderne Ausbildungsstätte und ein erstrangiges Kompetenzzentrum zu sein. Dadurch gestaltet sie den Prozess des dauernden Wandels vorausschauend. Offenheit, Vertrauen, aber auch gegenseitige Wertschätzung prägen das Verhältnis zwischen Studierenden und Dozierenden. Die HSR fördert die Chancengleichheit von Männern und Frauen.

Studium und Unterrichtsangebot sind in Module gegliedert. Die einzelnen Module werden mit Kreditpunkten belegt. Das System der Kreditpunkte an der HSR ist mit dem European Credit Transfer System (ECTS) konform. Dieses erleichtert es, den Studiengang innerhalb der Hochschule oder auch die Fachhochschule auf nationaler und internationaler Ebene zu wechseln. Auf dem Kreditsystem baut auch das Prüfungsreglement auf. Erfolgreich ist der Besuch eines Moduls mit Note 4.0 oder darüber.

Studieren in Rapperswil

Rapperswil-Jona ist das Regionalzentrum am oberen Zürichsee und grenzt an die Nachbarkantone Zürich und Schwyz. Rapperswil-Jona hat viel zu bieten: als dynamischer Wirtschaftsstandort attraktive Arbeitsplätze - vor allem im Dienstleistungsbereich - und als Einkaufsziel unzählige Spezialgeschäfte und moderne Einkaufszentren. Die verkehrsarme Altstadt mit historischen Bauten steht unter eidgenössischem Denkmalschutz.

Die Altstadt, die Seepromenade und viele weitere Anlagen laden zum Flanieren und Geniessen ein. Das imposante Schloss aus dem 13. Jahrhundert und das Kapuzinerkloster von 1606 mit einem Stück der alten Stadtmauer sind Zeichen einer bewegten Vergangenheit. Seit 2001 führt wie schon vor Jahrhunderten eine Holzbrücke nach Hurden.

Das kulturelle Leben in Rapperswil-Jona ist bunt und fester Bestandteil des Alltags. Ausstellungen in der „Alten Fabrik“, Feste und Anlässe in den Gassen und auf den Plätzen sowie das alljährliche Festival blues’n’jazz begeistern ebenso wie klassische Konzerte in Kirchen und im Schloss. Das Sport- und Freizeitangebot in Rapperswil-Jona lässt keine Wünsche offen.

Studienberatung und Information

HSR Hochschule für Technik Rapperswil
++41 (0)55 222 41 11
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Postfach
Oberseestrasse 10
CH-8640 Rapperswil
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