CAS Opfergerechte Täterarbeit mit Kindern und Erwachsenen bei Aggression und Gewalt

Anbieter:
Berner Fachhochschule - Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit
Ort, Bundesland, Land:
Bern, Raum Bern, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
20 Tag(e)
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Die Ausbildung

In diesem CAS steht das problematische Verhalten im familiären und schulischen Alltag sowie in der Peer-Gruppe im Zentrum des Interesses. Wenn Kinder, Jugendliche und Erwachsene Grenzen verletzen und sich aggressiv und gewalttätig verhalten, müssen angemessene Interventionsstrategien angewendet werden, um effektiv und nachhaltig die gewünschte Wirkung zu erzielen.
In diesem CAS werden Entstehungshypothesen erörtert, welche zurzeit in der Forschung diskutiert werden. Dabei handelt es sich einerseits um neuropsychologische wie auch um soziale und psychologische Bedingungen, Entwicklungstendenzen- und Hypothesen. Ferner werden im Verlaufe des CAS diagnostische Verfahren vorgestellt, welche die Basis für jede Intervention darstellen. Dies ist vor dem Hintergrund von Bedeutung, da jede Massnahme gut bedacht und indiziert sein sollte, damit die erwünschte und geforderte Nachhaltigkeit erreicht werden kann. Die ebenfalls in diesem CAS zentrale begleitete Biographiearbeit dreht sich rund um die Themen Grenzen und Abgrenzung, Dazugehörigkeit, Peergruppe, Macht und Durchsetzung, soziale Kompetenz, Verhandeln, Einfordern und Nachgeben.

Der CAS-Studiengang ist in einen Basis- und einen Aufbaukurs gegliedert mit jeweils vier thematisch aufeinander aufbauenden Lerneinheiten, die der Vermittlung theoretischer und anwendungsbezogener Grundlagen, der inhaltlichen Vertiefung und dem Transfer in die eigene Praxis dienen. Zur ergänzenden Reflexion des Gelernten stehen während beiden Kursen Gruppensupervision und begleitete Biografiearbeit auf dem Programm.

Der Studiengang wird in Kooperation mit dem Forensischen Institut Ostschweiz angeboten.



Berufsbild und Karrierechancen

Durch den Erwerb von vertieftem Wissen zu den theoretischen Zugängen und Interventionen der opfergerechten Täterarbeit qualifizieren Sie sich für die professionelle Arbeit mit Täterinnen und Tätern in den verschiedensten Handlungsfeldern.

Studienziele und Berufschancen


  • Sie kennen wissenschaftliche Grundlagen der Aggressions- und Gewaltforschung, Entstehungs- und Erklärungsmodelle von Gewalt, verfügen über kriminologische Grundlagen sowie Grundlagen der Diagnostik und haben einen Überblick über relevante gesetzliche Grundlagen (StGB, ZGB, OHG, zivilrechtlicher Kindes- und Erwachsenenschutz)
  • Sie haben Kenntnisse über Themen wie Amoklauf, Schoolshooting, verschiedene Formen von Tötungsdelikten und andere spezifische Gewaltphänomene, wie auch über den Umgang mit externalisierenden Störungen von Kindern.
  • Sie kennen forensische Behandlungs- und Interventionsmethoden in Pädagogik und Therapie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bei Aggression und Gewalt
  • Sie verfügen über Grundkompetenzen zu institutionellen Massnahmen zur Prävention von Gewalt gegen Fachpersonen sowie Qualitätsstandards und Krisenkommunikation
  • Sie sind in der Lage, eine professionelle persönliche und pädagogische Haltung in der Arbeit mit Täterinnen und Tätern einzunehmen.

    Zum Zielpublikum zählen:
    Fachpersonen der Pädagogik und der Sozialen Arbeit, insbesondere aus den Praxisfeldern Sozialpädagogik, Bewährungshilfe, Opferhilfe und Psychiatrie, Kindes- und Erwachsenenschutz; Lehrpersonen, Psychologinnen/ Psychologen, Therapeutinnen/Therapeuten, Psychiater/-innen, Justizvollzugspersonal, Fachpersonen der Polizei, Juristinnen/Juristen, Mitglieder von Gerichten, Leitungspersonen in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Pflegefachfrauen/-männer.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Gesamtkosten:
CHF 7.700,-

Allgemeine Zugangsvoraussetungen:
Informationen unter www.soziale-arbeit.bfh.ch/zulassung

Studiengangspezifische Zugangsvoraussetungen:
Absolvieren des CAS «Opfergerechte Täterarbeit - Grundlagen».
Neben einem tabellarischen Lebenslauf sind ein aktueller Auszug aus dem Zentralstrafregister sowie eine schriftliche Erklärung erforderlich, dass keine Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat gegen die körperliche Integrität, die persönliche Freiheit oder die sexuelle Selbstbestimmung vorliegt und dass aktuell kein Ermittlungs- oder Strafverfahren wegen des Verdachts einer solchen Straftat anhängig ist.

Lern- und Arbeitsformen

Fachliche Inputs, praktische Übungen, Demonstrationen im Plenum, Bearbeitung von Fallbeispielen. Der Praxistransfer und die Reflexion der eigenen Erfahrungen werden durch Supervision, durch begleitete Biografiearbeit, durch das Führen eines Lernjournals sowie durch das Verfassen einer Abschlussarbeit unterstützt.

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Der Anbieter

Berner Fachhochschule BFH – das ist ein attraktives Studienangebot, das sind bestens ausgewiesene Dozierende und wissenschaftliche Mitarbeitende und das ist eine Lehr- und Lernumgebung mit moderner Infrastruktur. Dass die Studieninhalte sowohl den Praxis- als auch den Bildungsanforderungen in hohem Masse gerecht werden, zeigt sich in den guten Berufs- und Aufstiegschancen unserer Absolventinnen und Absolventen.

Bern

Die Standorte der Berner Fachhochschule (BFH) liegen im Herzen der Schweiz - im idyllischen Kanton Bern.

Stadt und Region Bern wie auch die weiteren Standorte der Berner Fachhochschule (BFH) bieten ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten sportlicher und kultureller Natur.

Die Stadt Bern bietet zudem zahlreiche Museen und Galerien vom Zentrum Paul Klee über das Schweizerische Schützenmuseum bis hin zum Einstein-Haus. Auch in allen größeren Zentren der Region finden sich renommierte Kunsthäuser. In Tierparks und botanischen Gärten, bei Schlossbesuchen, Festivals und weiteren kulturellen Veranstaltungen können Studierende und Mitarbeitende den Alltag hinter sich lassen.

Ausbildungsberatung und Information

Berner Fachhochschule - Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit
Hallerstrasse 10
3012 Bern
Schweiz
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