CAS Opfergerechte Täterarbeit bei Häuslicher Gewalt

Anbieter:
Berner Fachhochschule - Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit
Ort, Bundesland, Land:
Frauenfeld, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
20 Tag(e)
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Die Ausbildung

In diesem CAS steht die Dynamik, welche sich in Paar- oder Partnerbeziehungen sowie in den häuslichen Strukturen von Familien und Lebensgemeinschaften abzeichnet, im Zentrum des Interesses. So geht es in diesem CAS um die vertiefte Auseinandersetzung mit dieser im Kleinen und Alltäglichen beginnenden - und dann oftmals dysfunktional ausartenden - Spirale von Gewalt.

Die beiden Beispielsfiguren Anita und Urs vermitteln uns mitten aus dem häuslichen Alltag verschiedene Stadien der Konflikte sowie ungenügende Bewältigungsstrategien und lassen uns ebenfalls praxisnah Interventionsmöglichkeiten erproben. Darüber hinaus werden den Studierenden die aktuelle Forschungslage sowie die wissenschaftlichen und theoretischen Grundlagen in interdisziplinärer Herangehensweise nähergebracht.

Die ebenfalls in diesem CAS zentrale begleitete Biografiearbeit dreht sich rund um das Thema Familie, häuslicher Kontext, Gewalt im nahen Beziehungsgefüge, Macht, Dominanz, Zusammenleben, Toleranz, Nähe und Distanz.

Der CAS-Studiengang ist in einen Basis- und einen Aufbaukurs gegliedert mit jeweils vier thematisch aufeinander aufbauenden Lerneinheiten, die der Vermittlung theoretischer und anwendungsbezogener Grundlagen, der inhaltlichen Vertiefung und dem Transfer in die eigene Praxis dienen. Zur ergänzenden Reflexion des Gelernten stehen während beiden Kursen Gruppensupervision und begleitete Biografiearbeit auf dem Programm.

Der Studiengang wird in Kooperation mit dem Forensischen Institut Ostschweiz angeboten.



Berufsbild und Karrierechancen

Durch den Erwerb von vertieftem Wissen zu den theoretischen Zugängen und Interventionen der opfergerechten Täterarbeit im Kontext von Häuslicher Gewalt qualifizieren Sie sich für die professionelle Arbeit mit Täterinnen und Tätern in den verschiedensten Handlungsfeldern.

Studienziele und Berufschancen

  • Sie kennen Theoriemodelle zum Phänomen Gewalt und dessen Erscheinungsformen, kennen wissenschaftliche Grundlagen der Dynamik von Gewalt in der Paarbeziehung und im Häuslichen Kontext, Entstehungs- und Erklärungsmodelle von Häuslicher Gewalt sowie Grundlagen der Diagnostik und haben einen Überblick über relevante gesetzliche Grundlagen (StGB, ZGB, OHG, zivilrechtlicher Kindes- und Erwachsenenschutz)
  • Sie verfügen über Kenntnisse entwicklungspsychologischer Aspekte von Gewalt und Delinquenz, Persönlichkeitsstörungen sowie Psychotraumatologie und über den Umgang mit Verdachts- und Bedrohungsmomenten
  • Sie sind in der Lage Ansätze einer professionellen persönlichen und pädagogischen Haltung in der Arbeit mit Täterinnen und Tätern einzunehmen
  • Sie kennen forensische Behandlungs- und Interventionsmethoden in Pädagogik und Therapie von Tätern Häuslicher Gewalt
  • Sie verfügen über Grundkompetenzen zu Qualitätsstandards sowie Krisenkommunikation
  • Sie sind in der Lage, eine professionelle persönliche und pädagogische Haltung in der Arbeit mit Täterinnen und Tätern Häuslicher Gewalt einzunehmen


Der CAS-Studiengang richtet sich an:
Fachpersonen der Pädagogik und der Sozialen Arbeit, insbesondere aus den Praxisfeldern Sozialpädagogik, Bewährungshilfe, Opferhilfe und Psychiatrie, Kindes- und Erwachsenenschutz; Lehrpersonen, Psychologinnen/ Psychologen, Therapeutinnen/Therapeuten, Psychiater/innen, Justizvollzugspersonal, Fachpersonen der Polizei, Juristinnen/ Juristen, Mitglieder von Gerichten, Leitungspersonen in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Pflegefachfrauen/-männer.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
k.A.
Bewerber:
k.A.
Gesamtkosten:
CHF 7.700,-

Allgemeine Zugangsvoraussetzungen:
Informationen unter www.soziale-arbeit.bfh.ch/zulassung

Studienspezifische Zugangsvoraussetzungen:
Absolvieren des CAS «Opfergerechte Täterarbeit - Grundlagen».
Neben einem tabellarischen Lebenslauf sind ein aktueller Auszug aus dem Zentralstrafregister sowie eine schriftliche Erklärung erforderlich, dass keine Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat gegen die körperliche Integrität, die persönliche Freiheit oder die sexuelle Selbstbestimmung vorliegt und dass aktuell kein Ermittlungs- oder Strafverfahren wegen des Verdachts einer solchen Straftat anhängig ist.

Lern- und Arbeitsformen

Fachliche Inputs, praktische Übungen, Demonstrationen im Plenum, Bearbeitung von Fallbeispielen. Der Praxistransfer und die Reflexion der eigenen Erfahrungen werden durch Supervision, durch begleitete Biografiearbeit, durch das Führen eines Lernjournals sowie durch das Verfassen einer Abschlussarbeit unterstützt.

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Der Anbieter

Berner Fachhochschule BFH – das ist ein attraktives Studienangebot, das sind bestens ausgewiesene Dozierende und wissenschaftliche Mitarbeitende und das ist eine Lehr- und Lernumgebung mit moderner Infrastruktur. Dass die Studieninhalte sowohl den Praxis- als auch den Bildungsanforderungen in hohem Masse gerecht werden, zeigt sich in den guten Berufs- und Aufstiegschancen unserer Absolventinnen und Absolventen.

Frauenfeld

Die Standorte der Berner Fachhochschule (BFH) liegen im Herzen der Schweiz - im idyllischen Kanton Bern.

Stadt und Region Bern wie auch die weiteren Standorte der Berner Fachhochschule (BFH) bieten ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten sportlicher und kultureller Natur.

Die Stadt Bern bietet zudem zahlreiche Museen und Galerien vom Zentrum Paul Klee über das Schweizerische Schützenmuseum bis hin zum Einstein-Haus. Auch in allen größeren Zentren der Region finden sich renommierte Kunsthäuser. In Tierparks und botanischen Gärten, bei Schlossbesuchen, Festivals und weiteren kulturellen Veranstaltungen können Studierende und Mitarbeitende den Alltag hinter sich lassen.

Ausbildungsberatung und Information

Berner Fachhochschule - Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit
Hallerstrasse 10
3012 Bern
Schweiz
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