CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen

Anbieter:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Ort, Bundesland, Land:
Zürich-Stettbach, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
200 Stunde(n)
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Die Ausbildung

Wer Gruppen, Teams, Projekte, Abteilungen oder ganze Einrichtungen leitet, muss einerseits die Organisation in ihrer Gesamtheit (mit)steuern und andererseits die einzelnen Menschen führen. Zur Führung gehört auch ein gelingendes Selbstmanagement unter Einsatz der persönlichen und sozialen Kompetenzen.

Um die Organisation in ihrem Umfeld optimal positionieren zu können, braucht es Know-how im Bereich strategisches Management. Die Methoden und Instrumente des Personal- managements wiederum sind Grundlage für die professionelle Führung der Mitarbeitenden. Die Reflexion der eigenen Führungsrolle und -praxis dient dazu, die persönlichen und sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Der CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen vermittelt die not- wendigen Grundlagen auf den Ebenen der Wissens-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz. Er wird von Dozierenden geleitet, welche vielfältige Erfahrungen aus dem Nonprofit- und dem Profit-Sektor mitbringen. Der Theorie-Praxis-Transfer steht im Zentrum.


Dr. Michael Herzka
Studienleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Die Teilnehmenden werden befähigt, für ihre Organisation oder Organisationseinheit im Nonprofit-Bereich Strategien zu planen und umzusetzen. Sie können Mitarbeitende nach den Grund- sätzen des Personalmanagements führen und reflektieren ihr eigenes Führungsverständnis und Führungsverhalten. Sie erlernen praktische Methoden zur Bewältigung konkreter Leitungs- aufgaben und setzen sich aktiv mit ihren eigenen Fähigkeiten und Ressourcen auseinander.

Zur Zielgruppe zählen Fachleute in Nonprofit-Organisationen, welche bereits Führungsfunktionen ausüben oder für solche vorgesehen sind: Geschäftsleiterinnen und -leiter sowie Leiter- innen und Leiter von Abteilungen oder Teams in Stiftungen und Vereinen, in öffentlichen Sozialdiensten, Fach- und Beratungs- stellen, Heimen und Schulen, in der betrieblichen Sozialarbeit, in Gesundheitseinrichtungen, kirchlichen Organisationen oder Hilfswerken.

Ausbildungsschwerpunkte

Führung und Zusammenarbeit:
Mit der Übernahme einer Führungsaufgabe ist oft auch ein grosser Rollenwechsel verbunden. Die Führungskraft ist mit neuen Ansprüchen und Erwartungen konfrontiert. Wie kann das eigene Führungsverhalten analysiert und stetig verbessert werden? Wie lässt sich ein persönliches Führungsverständnis erarbeiten? In diesen ersten vier Tagen reflektieren die Teil- nehmenden ihre bisherigen Erfahrungen mit der Führungspraxis als Mitarbeitende und als Leitungspersonen. Zudem findet eine erste Auseinandersetzung mit Führungstheorien statt.

Gender- und Diversity-Kompetenz in der Führung:
Die Mitarbeitenden eines Teams sind bezüglich Alter, Geschlecht, kulturellem Hintergrund und Lebensweise sehr verschieden. Wie geht eine Führungskraft mit dieser Vielfalt um? Wie kann eine Organisation dies als Potenzial nutzen, um in einer ebenso vielfältigen und komplexen Umwelt besser zu bestehen?

Personalmanagement:
In sozialen Einrichtungen bilden die Mitarbeitenden die zentrale Ressource, die es optimal einzusetzen und weiterzuentwickeln gilt. Grundlage dafür sind die Konzepte und Instrumente des Personalmanagements. Wie lassen sich in einer Nonprofit-Organisation neue, geeignete Mitarbeitende gewinnen? Welche Instrumente und Techniken eignen sich, um die Mitarbeitenden zu beurteilen, zu honorieren und zu entwickeln? Wie arbeiten Führungskräfte und Personalverantwortliche zusammen?

Kommunikation in der Führung:
Gespräche mit Mitarbeitenden, Verhandlungen mit Auftraggebern oder der Dialog mit Partnerorganisationen machen einen wesentlichen Anteil des Führungsalltags aus. Welches sind die besonderen Herausforderungen für Leitungspersonen im Bereich Kommunikation? Modelle, Instrumente und Techniken werden vorgestellt und mit eigenen Erfahrungen verknüpft.

Reflexionen zur aktuellen Führungspraxis 1 & 2:
Die laufende Auseinandersetzung mit der eigenen Führungspraxis ist konstitutiv für die erfolgreiche Leitung einer sozialen Organisation. Die Teilnehmenden bearbeiten in kleinen Gruppen aktuelle Fragestellungen aus ihrem Führungsalltag.

Strategisches Management:
Veränderungen im Umfeld zwingen Nonprofit-Organisationen dazu, sich neu auszurichten. Das strategische Management stellt Konzepte und Instrumente zur Verfügung, um solche Veränder- ungen zu erforschen und die eigene Organisation erfolg- versprechend zu positionieren. Mit welchen Instrumenten und Techniken lassen sich Entwicklungen im Umfeld von Nonprofit-Organisationen analysieren? Wie können aus den Analyse- resultaten geeignete Strategien abgeleitet und umgesetzt werden?

Arbeitsrecht:
Mit der Anstellung oder der Entlassung von Mitarbeitenden sind zahlreiche rechtliche Problemstellungen verbunden. Abgestimmt auf das Informationsbedürfnis von Führungskräften in Nonprofit-Organisationen gibt der Kurs Antwort auf die zentralen arbeitsrechtlichen Fragen, die bei der Anstellung und bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses entstehen. Zusätzlich werden die gegenseitigen Rechte und Pflichten während des Anstellungsverhältnisses behandelt.

Management-Tools:
Organisationen unterliegen immer zahlreicheren Veränderungs- vorhaben. Damit steigen die Anforderungen an Führungskräfte zusätzlich, ihre Ressourcen effizient und effektiv einzusetzen. Anhand der Management-Toolbox werden - abgestimmt auf den Bedarf der Teilnehmenden - relevante Techniken für den Führungs- und Projektalltag "von der Idee bis zur Umsetzung" eingeführt und trainiert.

Strategisches Management - Vertiefung:
Abgestimmt auf den Bedarf der Teilnehmenden werden Kern- aspekte des strategischen Managements aufgegriffen und ver- tieft, z.B.: Kreislauf der Unternehmenstätigkeit, Wertschöpfungs- prozesse im gesellschaftlichen Dienstleistungsbereich, Positio- nierung im Umfeld oder Performance-Messung.

Abschlusskolloquium

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
24
Bewerber:
k.A.
Gesamtkosten:
CHF 7.500

Bemerkung zu den Kosten:

  • 200 Kontaktstunden, inkl. Lehrgangsunterlagen, Prüfungsgebühren und E-Learning
  • exkl. Pensionskosten

Zugangsvoraussetzungen:

  • Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder einer verwandten Disziplin an einer Fachhochschule (bzw. deren Vorgängerinstitution) oder an einer Universität.
  • Zudem ist eine zweijährige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung erforderlich.
  • Personen, welche die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen, können im Rahmen eines Äquivalenzverfahrens aufgenommen werden.
  • Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie bereits Führungserfahrung besitzen oder im Laufe des CAS eine Leitungsfunktion übernehmen.

Methodik:

  • Referate
  • Vertiefende Diskussionen
  • Fallstudien in Kleingruppen oder Einzelarbeit
  • Bearbeitung von Fallbeispielen aus der Arbeitspraxis der Teilnehmenden

Studienform:

Der Präsenzunterricht wird durch E-Learning unterstützt. Die Teilnehmenden können über die Internet-Plattform ILIAS Unterlagen abrufen, Fragen stellen, Lerntests absolvieren sowie Praxisfälle präsentieren und diskutieren. Eine Einführung erfolgt zu Beginn des CAS.

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Der Anbieter

Seit dem Herbstsemester 2010/11 sind an der ZHAW über 9000 Studierende in insgesamt 24 Bachelorstudiengängen und 11 konsekutiven Masterstudiengängen immatrikuliert. Die Hochschule bietet aber auch ein grosses Weiterbildungsangebot mit u.a. über 30 Weiterbildungs-Masterstudiengängen an. Die rund 30 Institute und Zentren der ZHAW bearbeiten vernetzt Forschungs-, Dienstleistungs- und Beratungsaufträge mit externen Partnern aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung.

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist im Herbst 2007 aus dem Zusammenschluss der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW), der Hochschule Wädenswil (HSW), der Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich (HAP) und der Hochschule für Soziale Arbeit Zürich (HSSAZ) entstanden. Standorte sind Winterthur, Zürich und Wädenswil. Durch ihre regionale Verankerung ist die ZHAW eine der grössten und leistungsstärksten Mehrsparten-Fachhochschulen in der Schweiz mit nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Zum Markenzeichen der ZHAW gehören Interdisziplinarität und Praxisbezug. Stichworte dazu sind positive Impulse durch Zusammenarbeit über Grenzen von Fachbereichen hinaus sowie eine überdurchschnittlich hohe Berufsbefähigung der Absolventinnen und Absolventen.

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