Studiengang

CAS Kulturelle Bildung im Elementarbereich

Anbieter:
Hochschule der Künste Bern
Ort, Bundesland, Land:
Bern, Raum Bern, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
10 Monat(e)
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Die Ausbildung

Die zunehmende Forderung von Politik und Gesellschaft nach Bildungsqualität und Chancengleichheit in der frühen Kindheit stellt ausserfamiliäre Betreuungseinrichtungen von Kindern vor neue und wachsende Herausforderungen. Integrationsförderung, kulturelle Bildung, Sprachförderung und das Lernen mit allen Sinnen sind nur einige Aspekte, denen im Sinne einer ganzheitlichen Förderung von Kindern im Frühbereich und Vorschulalter verstärkt Rechnung getragen werden muss.

Kreative Kompetenz als Leitgedanke für Lernen findet vermehrt Eingang in die Diskussion. Doch was braucht es, damit Kinder ihre eigene Kreativität entdecken, lustvoll üben und diese zu einer vielfältigen Lebensgestaltungs- und Problemlösungskompetenz entwickeln können? Warum ist ästhetische und kulturelle Bildung für die Chancengerechtigkeit gerade im Frühbereich so zentral? Was hat dies mit Integrationsförderung zu tun?

Die AbsolventInnen erarbeiten sich vielfältige gestalterisch-künstlerische Ausdrucksformen sowie inter- und transkulturelle Kompetenzen, die dazu befähigen, ein anregendes Umfeld zu schaffen, in dem sich Babys und Kleinkinder unterschiedlicher Herkunft in ihrer individuellen Kreativität entfalten können.

Dabei sind sie sensibilisiert auf kreativitätsfördernde und –hemmende Faktoren. Durch gezieltes Beobachten nehmen sie die Interessen und Fähigkeiten der Kinder wahr und können diese mittels ästhetisch und kulturell bildender Methoden, Materialien, Mittel und Medien altersgerecht fördern.



Berufsbild und Karrierechancen

Der berufsbegleitende CAS bietet Erziehungs- und Betreuungspersonen von Kindern von 0–6 Jahren theoriebasierte praktische Grundlagen für die kulturpädagogische Arbeit im eigenen Tätigkeitsfeld und damit verbundene Projekte mit Schwerpunkt Kreativitäts- und Integrationsförderung.

Zielgruppe:

  • Leitungs-, Betreuungs- und Erziehungspersonen öffentlicher und privater Einrichtungen für Kinder von 0–6 Jahren (Kindertagesstätten, Spielgruppen, Freizeitanlagen, Horte, Kindergärten, Kinderheime, soziale Einrichtungen usw.)
  • KunsthochschulabsolventInnen, die sich im
    Elementarbereich pädagogisch qualifizieren möchten
  • MuseumspädagogInnen
  • SonderpädagogInnen, SozialarbeiterInnen
  • LogopädInnen, ErgotherapeutInnen und andere
    Fachkräfte, die im Früh- und Vorschulbereich tätig sind

Ausbildungsschwerpunkte

Modul 1 - Theoretische Grundlagen:

  • Ansätze und Ziele ästhetischer, kultureller Bildung
  • Leitprinzipien des Orientierungsrahmens für frühkindliche Bildung, Betreuung, Erziehung in der Schweiz
  • Entwicklungs- und Wahrnehmungspsychologie
  • Dispositionale Zugänge zu Lernen und Denken in den
    Künsten
  • Die Bildungsfunktion von Räumen
  • Kunstpädagogische und methodisch-fachdidaktische
    Ansätze frühkindlicher Förderung
  • Der kreative Prozess: Kreativität als Lebensgestaltung- und Problemlösungskompetenz
  • Inter- und transkulturelles Lernen | Integrationsförderung im Elementarbereich
  • Medienpädagogik in der Elementarbildung
  • Mit kleinen Kindern das Kunstmuseum entdecken
  • Dokumentation von kreativen Lernprozessen: Beobachten – Begleiten – Fördern
  • Einblicke in aktuelle Studien qualitativ-empirischer
    Forschung im Elementarbereich
  • Selbststudium: Vertiefung eigener Themenschwerpunkte aus dem Modul 1
  • Kompetenznachweis 1: Eigenen Vertiefungsschwerpunkt aus dem Modul mit eigener Praxistätigkeit kontextualisieren und reflektieren
Modul 2 - Praktische Grundlagen:
  • Bildnerisches Gestalten
  • Dreidimensionales Gestalten
  • Digitale Medien
  • Musik & Bewegung
  • Darstellendes Spiel
  • Natur- und Waldpädagogik
  • Selbststudium: Eigene praktische Vertiefung von 3
    selbstgewählten Themenfeldern aus dem Modul
  • Kompetenznachweis 2: Prozess- & Ergebnisdokumentation des Selbststudiums in Form eines Portfolios, Lerntagebuch
  • Kompetenznachweis 3: Dokumentation und Reflexion eines Praxisprojekts im eigenen Tätigkeitsfeld, das mind. drei Themenfelder aus dem Modul beinhaltet.
Modul 3 - Praxistransfer:
  • Supervision, Konfliktmanagement, Projektmanagement
  • Selbststudium: Peerreview, Kollegiale Hospitationen, Intervision und Teamarbeit im Praxisfeld, Individuelles Coaching
  • Kompetenznachweis 4: Ausformuliertes integrations- förderndes Projekt im eigenen Praxisfeld

Zulassung

Berufserfahrung im Frühbereich oder auf der Vorschulstufe. Der Bewerbung sind ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben beizulegen, zur Eignungsabklärung findet ein Aufnahmegespräch statt.


Dauer und Umfang:

Der berufsbegleitende CAS Kulturelle Bildung im Elementarbereich erstreckt sich über 10 Monate (September bis Juni) und umfasst 12 ECTS bzw. 360 Arbeitsstunden. Davon sind rund 120 Stunden Kontaktunterricht und ca. 240 Stunden Selbststudium.

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Der Anbieter

Hoch individualisierte Lehre und starke Forschung: Als erste transdisziplinäre Kunsthochschule der Schweiz bietet die Hochschule der Künste Bern HKB ein vielfältiges Studienangebot in den Fachbereichen Musik, Gestaltung und Kunst, Konservierung und Restaurierung, Theater/Oper sowie Literatur. Sie ermöglicht ihren Studierenden eine über alle drei akademischen Bildungsstufen führende Ausbildung bis hin zum Doktoratsprogramm (in Zusammenarbeit mit der Universität Bern) und legt Wert auf eine Lehre, die den Wandel der Berufswelt berücksichtigt.

Ausgezeichnete Infrastruktur, Orientierung an neuesten künstlerischen und wissenschaftlichen Entwicklungen, innovative Lehrformen, eine überschaubare Grösse mit familiärer Atmosphäre sowie die Lage in den Kulturstädten Bern und Biel tragen zur Einzigartigkeit der Hochschule der Künste Bern bei.

Ausbildungsberatung und Information

Karin Kraus-Wenger, Studienleiterin CAS Kulturelle Bildung im Elementarbereich
+41 31 848 38 47
Hochschule der Künste Bern
Weiterbildung
Fellerstrasse 11
3027 Bern
Schweiz
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