CAS Konfliktmanagement und Mediation

Anbieter:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Ort, Bundesland, Land:
Zürich-Stettbach, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
192 Stunde(n)
Dieses Bildungsangebot auf die Merkliste setzen

Die Ausbildung

Der CAS Konfliktmanagement und Mediation wird von der ZHAW, Departement Soziale Arbeit in Kooperation mit der Pädagogische Hochschule Zürich PHZH angeboten.

Die Fähigkeit, mit Konflikten konstruktiv umzugehen, ist für die professionelle Arbeit in der Schule und in der Sozialen Arbeit von zentraler Bedeutung. Neue Verfahren des Konfliktmanagements und der Mediation werden heute in verschiedenen Feldern wirkungsvoll angewandt: u.a. in der Familienberatung, in der sozialpädagogischen Arbeit, in der Schule, in der Beratung von Lehrpersonen, Eltern und Schulbehörden sowie in Organi- sationen und Teams. Auch Leitungspersonen stützen sich immer mehr auf solche Verfahren ab.

Der besondere Ansatz unseres Zertifikatslehrgangs: Fachleute in helfenden und pädagogischen Berufen sind selten in einer absolut neutralen Position. Um aus einer organisationsinternen Position heraus effektive Konflikthilfe leisten zu können, ist es deshalb notwendig, sich von der Identifikation zur relativen Neutralität zu bewegen. Der Vorteil der organisationsinternen Position besteht darin, dass konfliktlösende und mediative Verfahren schnell angeboten werden können und in der Regel kostengünstig sind.


Santino Güntert
Studienleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Der Lehrgang richtet sich an ausgebildete und erfahrene Fach- personen aus den Bereichen Schul- und Kindergartenpädagogik, Sozialarbeit, Sozialpädagogik und soziokulturelle Animation. Einige Plätze stehen für Personen mit verwandten, gleichwertigen Ausbildungen offen. Sie sollen Möglichkeiten haben, in ihrem Arbeitsfeld Konfliktsituationen aufzugreifen und zu gestalten.

Ziele:

  • Vermittlung von Wissen und Können über Konflikttypen, Dynamik der Konflikteskalation, Interventionsprinzipien und daraus abgeleitete konkrete Interventionsansätze und Verfahren
  • Vermittlung von Wissen und Können über die verschie- denen Rollen und Strategien des Konfliktmanagements und der Mediation
  • Steigerung der Motivation, das erworbene Können gezielt einzusetzen und besonders für schwierige und/oder chronische Konfliktsituationen neue Wirkungen zu erzielen.

Ausbildungsschwerpunkte

Einführung in Konfliktmanagement und Mediation:
Die Einführung gibt einen Überblick über die Thematik des Konfliktmanagements und der Mediation, insbesondere ihre Bedeutung und Anwendungsbereiche, die unterschiedlichen Rollen und Strategien sowie die erforderlichen Kernkompe- tenzen. Weitere Schwerpunkte bilden die Reflexion über die eigene Konfliktfähigkeit sowie eine Einführung in das Phasen- modell der Mediation.

Reflexion und Training:
Die Reflexions- und Trainingstage erstrecken sich über die ganze Dauer des Zertifikatslehrgangs. In drei Trainingsgruppen wird das Gelernte systematisch eingeübt und reflektiert. Die konkrete Einführung und Anwendung des Konfliktmanagements in den jeweiligen Problem- und Arbeitsfeldern der Teilnehmenden werden untersucht und erarbeitet. Daneben werden die persönlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden reflektiert und mittels Übungen und Rollenspielen gestärkt.

Einführung in das Konfliktmodell von Friedrich Glasl:
Das von F. Glasl entwickelte Modell bietet eine ausgezeichnete und vielfach bewährte Grundlage für die Bearbeitung von sozialen Konflikten. Zentrale Aspekte seines Modells sind: Formen und Reichweite von sozialen Konflikten, Entstehung und Eskalationsdynamik, Auswirkungen auf die psychischen Prozesse und das Verhalten der Person, Schritte der Deeskalation, der Einfluss von Kontextmerkmalen sowie die Arbeit an der eigenen Konfliktfestigkeit.

Kerntechniken des Konfliktmanagements und der Mediation:
Mit Bezug zum Einführungskurs werden die Kerntechniken erweitert. Im Vordergrund stehen dabei das Führen des Prozesses, die Selbstbehauptung und die Wechselseitigkeit, verschiedene Fragetechniken, das Aufgreifen der Schlüssel- botschaften sowie das Beachten der Gefühle in der Kommunikation.

Konfliktmanagement mit Gruppen und Teams:
Bei Konflikten in Gruppen und Teams müssen spezifische Faktoren wie systemische Einflüsse, Gruppendynamik, Positionen und Rollen in Gruppen usw. berücksichtigt werden, um ein wirkungsvolles Interventionsdesign entwerfen und umsetzen zu können. Neben theoretischen Grundlagen zur Konfliktdynamik in Gruppen werden spezifische methodische Diagnose- und Interventionsformen vermittelt und eingeübt.

Konfliktmanagement und Gewalt:
In der pädagogischen und sozialen Arbeit kommt es immer wieder vor, dass Konflikte bis zur Gewaltanwendung eskalieren. Sich in solchen Situationen professionell zu verhalten ist besonders schwierig. Neben der Auseinandersetzung mit eigenen Gewalt- erfahrungen, auch der eigenen Gewaltbereitschaft, werden folgende Schwerpunktthemen behandelt: Häusliche Gewalt, Mobbing, Interventionsansätze bei Gewalt, Gewaltprävention. Das Verfahren des Täter-Opfer-Ausgleichs wird anhand von Fallbeispielen eingeübt und trainiert.

Die Rolle des Rechts in der Mediation:
Auch wenn Mediation eine Alternative zum rechtlichen Vorgehen ist, spielt sie sich nicht im rechtsfreien oder gar rechtlosen Raum ab. Deshalb muss die Bedeutung des Rechts im jeweiligen Mediationskontext erkannt werden. Je nach Konfliktthemen ist es wichtig, die angemessene Form zu finden, mit welcher Mediatorinnen und Mediatoren das Recht in den Mediations- prozess einbringen können, ohne dabei die für die Mediation so charakteristischen anderen Faktoren zu vernachlässigen oder sich in einen Rollenkonflikt zu verstricken.

Qualifikation und Kursabschluss

Vertiefungsseminar:
Der erfolgreiche Abschluss dieses zusätzlichen Vertiefungs- seminars berechtigt zur Aufnahme in den Schweizerischen Dachverband für Mediation SDM-FSM. Voraussetzung für die Teil- nahme am Vertiefungsseminar ist die Möglichkeit, Mediationen in der Rolle als externe Mediatorin/Mediator durchzuführen.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
24
Bewerber:
k.A.
Gesamtkosten:
CHF 7.500

Bemerkung zu den Kosten:

  • Für den CAS (192 Kontaktstunden, inkl. Lehrgangsunterlagen, Prüfungsgebühren und E-Learning, exkl. Literatur).
  • CHF 1600 für das Vertiefungsseminar (24 Kontaktstunden)

Zugangvoraussetzungen:

  • Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder einer verwandten Disziplin an einer Fachhochschule (bzw. deren Vorgängerinstitution) oder an einer Universität.
  • Zudem ist eine zweijährige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung erforderlich.
  • Personen, welche die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen, können im Rahmen eines Äquivalenzverfahrens aufgenommen werden.

Methodik

  • Kurze Theorieinputs mit schriftlichen Arbeitsunterlagen, teilweise auch mit Filmsequenzen
  • Einzel-, Paar- und Gruppenarbeiten
  • Fallbeispiele und Rollenspiele
  • Strukturierte Übungen
  • Training und Theorie-Praxis-Transfer in geleiteten Trainingsgruppen

E-Learning:

Der Präsenzunterricht wird durch E-Learning unterstützt. Die Teilnehmenden können über die Internet-Plattform ILIAS Unterlagen abrufen, Fragen stellen, Lerntests absolvieren sowie Praxisfälle präsentieren und diskutieren. Eine Einführung erfolgt zu Beginn des CAS.

Durchführungsort:

Alle Kurse finden in den Räumlichkeiten des Departements Soziale Arbeit der ZHAW in Dübendorf statt, wenige Gehminuten vom S-Bahnhof Zürich-Stettbach entfernt.

Ich möchte Infomaterial/Broschüre zu dieser Ausbildung

Infomaterial zu diesem Programm

Der Anbieter

Seit dem Herbstsemester 2010/11 sind an der ZHAW über 9000 Studierende in insgesamt 24 Bachelorstudiengängen und 11 konsekutiven Masterstudiengängen immatrikuliert. Die Hochschule bietet aber auch ein grosses Weiterbildungsangebot mit u.a. über 30 Weiterbildungs-Masterstudiengängen an. Die rund 30 Institute und Zentren der ZHAW bearbeiten vernetzt Forschungs-, Dienstleistungs- und Beratungsaufträge mit externen Partnern aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung.

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist im Herbst 2007 aus dem Zusammenschluss der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW), der Hochschule Wädenswil (HSW), der Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich (HAP) und der Hochschule für Soziale Arbeit Zürich (HSSAZ) entstanden. Standorte sind Winterthur, Zürich und Wädenswil. Durch ihre regionale Verankerung ist die ZHAW eine der grössten und leistungsstärksten Mehrsparten-Fachhochschulen in der Schweiz mit nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Zum Markenzeichen der ZHAW gehören Interdisziplinarität und Praxisbezug. Stichworte dazu sind positive Impulse durch Zusammenarbeit über Grenzen von Fachbereichen hinaus sowie eine überdurchschnittlich hohe Berufsbefähigung der Absolventinnen und Absolventen.

Ausbildungsberatung und Information

Administration Weiterbildung
+41 58 934 86 36
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Departement Soziale Arbeit
Auenstrasse 4
8600 Dübendorf 1
Schweiz
Dieses Bildungsangebot
auf die Merkliste setzen

copyright 1999 - 2012 | plus Media GmbH | Impressum
Newsroom
Schnupperkurse am 25. Juni 2012  [mehr...]
Infos rund um das Studium
Anzeigen zum Thema
Noch keine Einträge vorhanden.