CAS Kinder- und Jugendhilfe

Anbieter:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Ort, Bundesland, Land:
Zürich-Stettbach, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
200 Stunde(n)
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Die Ausbildung

Kinder und Jugendliche sind das Kapital für die Zukunft! Heran- wachsende und deren Familien sehen sich jedoch manchmal auch mit Risiken und Belastungen konfrontiert, die sie nicht aus eigener Kraft meistern können: Familiäre Probleme, schulischer Leistungsdruck, Einstieg in die Berufswelt, Umgang mit Medien, Freizeitgestaltung sind solche Herausforderungen.

Nicht alle Kinder und Jugendlichen können diesen Anforder- ungen gerecht werden. Problematische Verhaltensweisen wie Aggressionen und Rückzug oder psychische Störungen können die Folge sein. Die Instanzen und Fachleute der Kinder- und Jugendhilfe sind aufgefordert, fachlich begründete und wirksame Hilfsangebote bereitzustellen, die möglichst früh einsetzen und eine Chronifizierung der Probleme verhindern.

Gefragt sind u.a. Präventions- und Interventionsmassnahmen für Familien (z.B. Frühförderung, [teil]stationäre Settings), in der Schule (z.B. Schulsozialarbeit), in der Freizeit (z.B. offene Jugendarbeit), sowie in der beruflichen Integration (z.B. Coachings). Auf vorhandenem Wissen und Erfahrung aufbauend, frischen die Teilnehmenden theoretische Grundlagen auf und lernen aktuelle Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kennen.


Gabrielle Marti Salzmann
Studienleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Der Zertifikatslehrgang vermittelt die nötigen fachlichen Grund- lagen, um sich für die verschiedenen Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe zu spezialisieren bzw. weiter zu qualifizieren. Absolventinnen und Absolventen dieses CAS sind in der Lage, als Spezialistinnen und Spezialisten einen professionellen Beitrag zum Gelingen der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen zu leisten.

Angesprochen sind Fachleute der Sozialen Arbeit, die z.B. tätig sind in:

  • Sozialzentren, Beratungsstellen der Jugend- und Familien- hilfe, Jugendsekretariaten oder Jugendanwaltschaften,
  • Schulen, Horten, Krippen oder Freizeitzentren,
  • Kinder- und Jugendheimen, Schulheimen oder Tages- einrichtungen,
  • Berufsintegrationsprogrammen.
Zugelassen werden auch:
  • Fachleute verwandter Berufe wie Lehrpersonen verschie- dener Schulstufen, Psychologinnen und Psychologen, Juristinnen und Juristen an der Schnittstelle zur Kinder- und Jugendhilfe,
  • Behördenmitglieder, die mit der Planung und Weiter- entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe zu tun haben.

Ausbildungsschwerpunkte

PFLICHTKURSE

CAS-Start / Einführung:
Die Teilnehmenden lernen sich kennen und erhalten eine Übersicht über den gesamten CAS und die Leistungsnachweise. Aktuelle Themen der Kinder- und Jugendhilfe werden vermittelt und aus der Sicht der Teilnehmenden diskutiert.

Sozialisationstheoretisch-integratives Modell / methodisches Handeln:
Anhand eines integrativen Modells wird zu Beginn des Lehrgangs eine gemeinsame theoretische Basis erarbeitet. Vermittelt werden zudem die Bedeutung eines systematisch-methodischen Handelns und Vorgehensweisen zur Konzeptualisierung

Entwicklungspsychologische Grundlagen:
Es werden aktuelle entwicklungspsychologische Konzepte vermittelt und ausgewählte Entwicklungsaufgaben exemplarisch vertieft. Im Fokus stehen die Bedeutung und die Anwendung entwicklungspsychologischen Wissens in der Praxis. Begriffe wie Entwicklungsaufgaben, Schutz und Risikofaktoren, Resilienz und Vulnerabilität werden in diesem Kontext definiert und diskutiert und mit Fragestellungen aus der Praxis in Zusammenhang gebracht.

Sozialisationssysteme konkret: Familie, Schule, Peergroup und Sozialraum:
Die Bedeutung von Familie, Schule, Peergroup und Sozialraum wird erläutert und diskutiert. Welche Aufgaben haben Eltern gegenüber ihren Kindern? Welchen Auftrag hat die Schule und was kann sie bei «schwierigen» Schülerinnen und Schülern leisten? Was bedeutet Freizeit heute, und welche Rolle spielen die Gleichaltrigen für die Entwicklung?

Leistungspalette der Kinder- und Jugendhilfe:
Spardruck und die ökonomische Sichtweise haben das Denken und das Handeln auch im System der Kinder- und Jugendhilfe beeinflusst: Leistungsvereinbarungen, Effizienz, Effektivität, Wirkungsorientierung lauten die Schlagwörter. Es wird ein Modell für die systematische Beschreibung und Analyse von Jugendhilfe- leistungen eingeführt, und die Teilnehmenden lernen die Leistungspalette der Kinder- und Jugendhilfe kennen.

Einführung: Psychische Störungen bei Kindern & Jugendlichen:
Psychische Störungen von Kindern und Jugendlichen werden im Überblick beschrieben und diskutiert. Zudem erfolgt eine Einführung in die Diagnosesysteme ICD-10 und ICF.

Abschluss, Abschlusskolloquium zur Zertifikatsarbeit

WAHLKURSE: Die Teilnehmenden wählen 1 der 3 Wahlkurse:

  • Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Gespräche führen mit Kindern und Jugendlichen
  • Familiäre Belastungen
  • Aktuelle Konzepte in der Kinder- und Jugendhilfe
WAHLKURSE: Die Teilnehmenden wählen 1 der 5 Wahlkurse:
  • Schule und Soziale Arbeit
  • Rechtsvertretung von Kindern und Jugendlichen
  • Entwicklungsphase 0 bis 3
  • Aggression, Gewalt und Delinquenz bei Kindern und Jugendlichen
  • Aktuelle Themen als begleitete Projektarbeit nach Wahl der Teilnehmenden

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
40
Bewerber:
k.A.
Gesamtkosten:
CHF 6.600

Bemerkung zu den Kosten:

200 Kontaktstunden, inkl. Lehrgangsunterlagen, Prüfungsgebühren und E-Learning, exkl. Literatur

Zugangvoraussetzungen:

  • Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder einer verwandten Disziplin an einer Fachhochschule (bzw. deren Vorgängerinstitution) oder an einer Universität.
  • Zudem ist eine zweijährige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung erforderlich.
  • Personen, welche die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen, können im Rahmen eines Äquivalenzverfahrens aufgenommen werden.

Methodik

Es werden folgende Lernsettings und Lernformen eingesetzt:

  • Wissensinput im Plenum (bis max. 40 Teilnehmende bei Pflichtkursen sowie max. 24 Teilnehmende bei Wahlkursen)
  • Exchange Learning: Nutzen des vorhandenen Wissens der Teilnehmenden
  • Gruppenarbeiten mit 6-8 Teilnehmenden
  • Portfolio zur Dokumentation des Selbststudiums
  • E-Learning: Lernplattform ILIAS für Teilnehmende und Dozierende

Der Präsenzunterricht wird durch E-Learning unterstützt. Die Teilnehmenden können über die Internet-Plattform ILIAS Unterlagen abrufen, Fragen stellen, Lerntests absolvieren sowie Praxisfälle präsentieren und diskutieren. Eine Einführung erfolgt zu Beginn des CAS.

Durchführungsort:

Die Kurse finden in den Räumlichkeiten des De­parte­ments Soziale Arbeit der ZHAW in Dübendorf statt, wenige Geh­minuten vom S-Bahnhof Zürich-Stettbach entfernt.

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Der Anbieter

Seit dem Herbstsemester 2010/11 sind an der ZHAW über 9000 Studierende in insgesamt 24 Bachelorstudiengängen und 11 konsekutiven Masterstudiengängen immatrikuliert. Die Hochschule bietet aber auch ein grosses Weiterbildungsangebot mit u.a. über 30 Weiterbildungs-Masterstudiengängen an. Die rund 30 Institute und Zentren der ZHAW bearbeiten vernetzt Forschungs-, Dienstleistungs- und Beratungsaufträge mit externen Partnern aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung.

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist im Herbst 2007 aus dem Zusammenschluss der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW), der Hochschule Wädenswil (HSW), der Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich (HAP) und der Hochschule für Soziale Arbeit Zürich (HSSAZ) entstanden. Standorte sind Winterthur, Zürich und Wädenswil. Durch ihre regionale Verankerung ist die ZHAW eine der grössten und leistungsstärksten Mehrsparten-Fachhochschulen in der Schweiz mit nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Zum Markenzeichen der ZHAW gehören Interdisziplinarität und Praxisbezug. Stichworte dazu sind positive Impulse durch Zusammenarbeit über Grenzen von Fachbereichen hinaus sowie eine überdurchschnittlich hohe Berufsbefähigung der Absolventinnen und Absolventen.

Ausbildungsberatung und Information

Barbara Los-Schneider
+41 58 934 88 15
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Departement Soziale Arbeit
Auenstrasse 4
8600 Dübendorf 1
Schweiz
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