CAS Betriebswirtschaft in Nonprofit-Organisationen

Anbieter:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Ort, Bundesland, Land:
Zürich-Stettbach, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
192 Stunde(n)
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Die Ausbildung

Unter dem Spardruck von Politik und Wirtschaft gewinnt die ökonomische Perspektive in der Sozialen Arbeit weiterhin stark an Gewicht. Fach- und Führungskräfte sehen sich mit ungewohnten Herausforderungen konfrontiert. Arbeitsabläufe sind unter den Gesichtspunkten von Effizienz und Effektivität zu optimieren, die Organisation ist auf ihre Wirkung auszurichten, die Qualität der Leistungen ist zu managen und diese sind zu verkaufen, um nur einige der neuen Erfordernisse zu nennen. Ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse lassen sich auch soziale Organisationen nicht mehr führen.

Der CAS Betriebswirtschaft in Nonprofit-Organisationen wurde in Kooperation mit der School of Management and Law an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften konzipiert. Auch in seiner achten Durchführung vermittelt er aktuelles betriebswirtschaftliches Know-how, abgestimmt auf die Besonderheiten von Nonprofit-Organisationen, insbesondere in der Sozialen Arbeit.

Die Teilnehmenden werden befähigt, betriebswirtschaftliche Fragen vor dem Hintergrund einer wirkungs- und output- orientierten Organisationsführung zu verstehen. Sie kennen die wichtigsten Methoden, Techniken und Instrumente, um die Dienstleistungsproduktion in Nonprofit-Organisationen zu planen, zu gestalten und zu steuern.


Urs Michael Frey
Studienleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Angesprochen sind Fachleute und Führungskräfte in Nonprofit-Organisationen, insbesondere im Sozialbereich, welche betriebs- wirtschaftliche Fragestellungen bearbeiten, sowie Beraterinnen und Berater von Nonprofit-Organisationen.

Ein im Voraus abgegebenes Lehrbuch sowie der Einführungstag ermöglichen es den Teilnehmenden, sich das erforderliche Basiswissen im Bereich Buchhaltung anzueignen.

Ausbildungsschwerpunkte

Grundwissen Buchhaltung:
Anhand eines vorgängig abgegebenen Buches arbeiten sich die Teilnehmenden in das betriebswirtschaftliche Rechnungswesen ein. Dieses Grundwissen wird am ersten Lehrgangstag repetiert und so gefestigt, dass auch Teilnehmende ohne spezifische Vorkenntnisse den Einstieg in die CAS-Thematik finden.

Einführung in die Ökonomie:
Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Sozialwirt- schaftslehre. Die Einführung verschafft eine begriffliche Orientierung vor dem Hintergrund der Sozialen Arbeit. Welche Arten von Nonprofit-Organisationen gibt es im Sozialbereich? Was bedeuten New Public Management und die daraus abgeleitete Forderungnach wirkungsorientierter Organisationsführung?

Qualitätsmanagement und Wirkungsmessung:
Sowohl Leistungsträger als auch Adressatinnen und Adressaten von sozialen Angeboten haben Anrecht auf gute und ange- messene Dienstleistungen. Wie kann deren Qualität definiert, überprüft und stetig weiterentwickelt werden? Um diese Fragen zu beantworten, betreiben viele Nonprofit-Organisationen bereits Qualitätsmanagement. In Erweiterung dazu gewinnen strategisches Controlling und Systeme der Wirkungsmessung (Performance Measurement) an Bedeutung.

Accounting und Controlling in Nonprofit-Organisationen:
Für Führungsverantwortliche darf das Rechnungswesen kein Buch mit sieben Siegeln sein. Die Buchhaltung erfasst relevante Daten zur Führung des Betriebs. Diese müssen aber auch gelesen und interpretiert werden können. Nur so erlauben sie eine zielorientierte Planung, Durchführung und Überprüfung (opera- tives Controlling) von Alltagsgeschäft und innovativen Vorhaben.

Vorbereitungshalbtag zur Lernselbstkontrolle:
Fragen rund um das Stoffgebiet Accounting und Controlling können an diesem Halbtag gestellt werden. Dies geschieht auch im Hinblick auf die Lernselbstkontrolle, welche die Teil- nehmenden in den folgenden Wochen zu Hause durchführen. Dieser Test erfolgt zum Teil via E-Learning.

Globalbudget und Leistungsauftrag:
Globalbudgets und Leistungsaufträge sind wichtige Steuerungs- instrumente im Rahmen wirkungsorientierter Verwaltungsführung (New Public Management). Die Teilnehmenden kennen Funktions- weise, Struktur und Zusammenspiel von Leistungsauftrag und Globalbudget, wissen um den Handlungsspielraum in diesem Führungssystem und folgern Konsequenzen für die Leitung des eigenen Bereichs.

Öffentlichkeitsarbeit:
Soziale Dienstleister stehen in einem vielgestaltigen Netz von Anspruchsgruppen zueinander in Bezug. Wie pflegen wir die Beziehungen mit ihnen? Welche neuen Medien nutzen wir? Zu welchen Anliegen sensibilisieren wir die Öffentlichkeit und wie informieren wir in schwierigen Situationen? Der Kurs vermittelt ein integriertes Verständnis für die Gesamtkommunikation. Er hilft, Schwerpunkte zu setzen und proaktiv zu kommunizieren.

Marketing:
Profilierte Beratungs- und Betreuungsdienstleistungen müssen bei den Adressaten und zuweisenden Stellen bekannt und anerkannt sein. Viele soziale Einrichtungen beschäftigen ihre Klientinnen und Klienten zudem in eigenen Betrieben, deren Produkte es zu vermarkten gilt. Wie gehen wir auf die Bedürfnisse unserer vielgestaltigen Kundschaft ein und trimmen unser Angebot kundenfreundlich? Entlang den Schritten zum Marketing-Konzept werden diese Fragen methodisch geklärt.

Fundraising:
Die Mittelbeschaffung via Spenden oder Sponsoring verhilft vielen sozialen Organisationen nicht nur zu mehr finanziellem Spielraum, sondern stellt sie auch vor neue Herausforderungen. Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen von Fundraising-Methoden im Sozialbereich und wie lassen sie sich planen und durchführen?

Wissens- und Informationsmanagement:
In allen Organisationen sind Informationen zugänglich zu machen, ist Wissen weiterzugeben und muss neues Wissen geschaffen werden. Welche Aspekte des Wissensmanagements sind für soziale Einrichtungen relevant? Welche Rolle spielt die Informationstechnologie?

Coaching Praxisarbeit:
Fragen rund um die Zertifikatsarbeit werden behandelt.

Abschlusskolloquium:
Präsentation der Praxisarbeiten und Lehrgangsabschluss

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:
 
Studienplätze:
24
Bewerber:
k.A.
Gesamtkosten:
CHF 7.200

Bemerkung zu den Kosten:

192 Kontaktstunden, inkl. Lehrgangsunterlagen, Prüfungsgebühren, Literatur und E-Learning

Zugangsvoraussetzungen:

  • Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder einer verwandten Disziplin an einer Fachhochschule (bzw. deren Vorgängerinstitution) oder an einer Universität.
  • Zudem ist eine zweijährige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung erforderlich.
  • Personen, welche die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen, können im Rahmen eines Äquivalenzverfahrens aufgenommen werden.

Methodik

  • Kurzreferate
  • vertiefende Diskussionen
  • Fallstudien in Kleingruppen oder Einzelarbeit
  • Bearbeitung und Präsentation von Fallbeispielen aus der Arbeitspraxis der Teilnehmenden
  • Exchange Learning

Die vermittelten betriebswirtschaftlichen Konzepte und Instrumente stammen auch aus dem Profitbereich. Die Einführung nimmt Bezug auf diese Ursprünge. Von da aus werden sie exemplarisch in die insgesamt komplexere Welt der Nonprofit-Organisationen übertragen.

Studienform:

Der Präsenzunterricht wird durch E-Learning unterstützt. Die Teilnehmenden können über die Internet-Plattform ILIAS Unterlagen abrufen, Fragen stellen, Lerntests absolvieren sowie Praxisfälle präsentieren und diskutieren. Eine Einführung erfolgt zu Beginn des CAS.

Durchführungsort:

Der Lehrgang findet in den Räumlichkeiten des Departements Soziale Arbeit der ZHAW in Dübendorf statt, wenige Gehminuten vom S-Bahnhof Zürich-Stettbach entfernt.

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Der Anbieter

Seit dem Herbstsemester 2010/11 sind an der ZHAW über 9000 Studierende in insgesamt 24 Bachelorstudiengängen und 11 konsekutiven Masterstudiengängen immatrikuliert. Die Hochschule bietet aber auch ein grosses Weiterbildungsangebot mit u.a. über 30 Weiterbildungs-Masterstudiengängen an. Die rund 30 Institute und Zentren der ZHAW bearbeiten vernetzt Forschungs-, Dienstleistungs- und Beratungsaufträge mit externen Partnern aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung.

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist im Herbst 2007 aus dem Zusammenschluss der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW), der Hochschule Wädenswil (HSW), der Hochschule für Angewandte Psychologie Zürich (HAP) und der Hochschule für Soziale Arbeit Zürich (HSSAZ) entstanden. Standorte sind Winterthur, Zürich und Wädenswil. Durch ihre regionale Verankerung ist die ZHAW eine der grössten und leistungsstärksten Mehrsparten-Fachhochschulen in der Schweiz mit nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Zum Markenzeichen der ZHAW gehören Interdisziplinarität und Praxisbezug. Stichworte dazu sind positive Impulse durch Zusammenarbeit über Grenzen von Fachbereichen hinaus sowie eine überdurchschnittlich hohe Berufsbefähigung der Absolventinnen und Absolventen.

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Administration Weiterbildung
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Departement Soziale Arbeit
Auenstrasse 4
8600 Dübendorf 1
Schweiz
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